Seit Jahresbeginn bietet der Strom- und Gaslieferant Teldafax neue Tarife mit veränderten Zahlungsregeln an. Jetzt müssen Kunden zu Vertragsbeginn bis zu 600 Euro „Sonderabschlag“ zahlen. Das ist weniger, als Teldafax für die bisherigen Tarife als „Vorkasse“ verlangte, aber immer noch zu viel.

Finanztest rät von Vorkasse und Vorauszahlungen in dieser Höhe ab, denn im Insolvenzfall ist das Geld weg.

Zugleich hat Teldafax die Zahlungsweise seiner rund 500 000 Kunden ungefragt umgestellt. Die fälligen Beträge bucht das Unternehmen nicht mehr per Lastschrift ab. Kunden sollen das Geld überweisen. Sie können es – anders als bei einer Lastschrift – dann im Fall einer Insolvenz nicht mehr zurückholen.

Die Bundesnetzagentur leitete inzwischen ein Verfahren gegen Teldafax ein. Sie hält es für unzulässig, die vom Kunden gewünschte Zahlungsweise einseitig zu ändern. Die Kunden müssen mehrere Möglichkeiten haben, ihre Rechnung zu begleichen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 641 Nutzer finden das hilfreich.