Teldafax Neue Zahlungsregeln schlecht für Kunden

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Seit Jahresbeginn bietet der Strom- und Gaslieferant Teldafax neue Tarife mit veränderten Zahlungsregeln an. Jetzt müssen Kunden zu Vertragsbeginn bis zu 600 Euro „Sonderabschlag“ zahlen. Das ist weniger, als Teldafax für die bisherigen Tarife als „Vorkasse“ verlangte, aber immer noch zu viel.

Finanztest rät von Vorkasse und Vorauszahlungen in dieser Höhe ab, denn im Insolvenzfall ist das Geld weg.

Zugleich hat Teldafax die Zahlungsweise seiner rund 500 000 Kunden ungefragt umgestellt. Die fälligen Beträge bucht das Unternehmen nicht mehr per Lastschrift ab. Kunden sollen das Geld überweisen. Sie können es – anders als bei einer Lastschrift – dann im Fall einer Insolvenz nicht mehr zurückholen.

Die Bundesnetzagentur leitete inzwischen ein Verfahren gegen Teldafax ein. Sie hält es für unzulässig, die vom Kunden gewünschte Zahlungsweise einseitig zu ändern. Die Kunden müssen mehrere Möglichkeiten haben, ihre Rechnung zu begleichen.

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castres115 am 09.04.2011 um 12:57 Uhr
TelDaFax hält trotz Kündigung Gelder zurück

Im Dezember überwiesene Jahresvorauszahlung ist bis heute noch nicht zurückgezahlt, obwohl der Vertrag und eine Lieferleistung nicht zustande kam und somit TelDaFax Anfang März nach mehrmaliger Mahnung per e-mail die Kündigung gestätigt hat. Eine Rücküberweisung des gezahlten Geldbetrages erfolgte nicht. Als ich diese dann schriftlich mit Terminsetzung und per Einschreiben mit Rückschein erneut anmahnte, erfolgte außer einer erneuten schriftlichen Anerkennung der Kündigung trotz Ablaufs des Termins keine Überweisung.
Verifox und Stiftung Warentest sollten stärker vor solchen dubiosen Stromanbietern warnen.

Moses2000 am 22.03.2011 um 22:19 Uhr
Abzocke bei TelDaFax

Über den Kommentar von Susanne2501 kann ich leider nur lachen. Ich habe gerade das Mahnschreiben von TelDaFax vor mir. Ich habe Ende letzten Jahres noch einen Gasliefervertrag mit TelDaFax abgeschlossen. Die Sonderzahlung von 200 Euro haben sie noch per Lastschrift abgebucht und bei der jährlichen Vorauszahlung soll ich plötzlich überweisen. Dem habe ich mehrfach widersprochen und auf die Einzugsermächtigung hingewiesen, wochenlang keine Reaktion. Und jetzt wollen sie mir kündigen. Absolut unseriöse Praktiken, da kann ich nur von abraten. Bin mal gespannt was die Staatsanwaltschaft Bonn bei ihren Ermittlungen rausfindet

Susanne2501 am 15.03.2011 um 07:42 Uhr
Schlechte Recherche

Der Beitrag ist leider sehr schlecht recherchiert. Sie zitieren lediglich einen von vier Tarifen - und zwar den teuersten. Daneben existiert ein so genannter Basistarif, der OHNE Sonderabschlag angeboten wird, ein zweiter mit 200, ein dritter mit 400 EURO Sonderabschlag. Alle Abschläge sind mit einer Preisgarantie verbunden. Gezahlt wird monatlich - der Kunde kann entscheiden, an welchem Tag des Monats er überweist. Das kann auch am Ende eines Bezugsmonats sein - also nach erhaltener Leistung. Schade, dass Stiftung Warentest hier nicht neutral, sondern wertend und einseitig berichtet.