Teil­zeit Wer ein Recht darauf hat – und was bei Steuer und Rente gilt

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Junge Mütter oder Väter, die Beruf und Familie unter einen Hut bekommen wollen, ältere Beschäftigte, die sich einen sanfteren Über­gang in den Ruhe­stand wünschen: Für sie ist ein Teil­zeitjob oft die einzige Möglich­keit, sich die gewünschten Freiräume zu schaffen. Doch welche Folgen hat Teil­zeit für die Rente? Was ist arbeits­recht­lich zu beachten? Und: Wie können Teil­zeit­angestellte ihre steuerliche Situation verbessern? Finanztest beant­wortet die wichtigsten Fragen zum Thema Teil­zeit und sagt, wie Sie das Beste für sich rausholen.

Inhalt

Der Einstieg in den Finanztest-Artikel

„Susanne Grasel hat sich für eine Halb­tags­stelle im Kranken­haus entschieden. „So passt es im Moment am besten“, sagt die 37-Jährige, die mit ihrem Mann und Sohn Simon in Wald­shut-Tiengen (Baden-Württem­berg) lebt. Die medizi­nisch-tech­nische Assistentin ist eine von mehr als acht Millionen Berufs­tätigen mit einem sozial­versicherungs­pflichtigen Teil­zeitjob.

Manchmal gibt es keine Alternative zur reduzierten Arbeits­zeit, etwa für viele Allein­erziehende oder wenn der Arbeits­markt keine andere Position bietet. Für viele Mütter ist Teil­zeit aber die bewusst gewählte Lösung, um Beruf und Familie zu verbinden: Nach Angaben des Statistischen Bundes­amts arbeiten mehr als zwei Drittel der berufs­tätigen Mütter Teil­zeit.

Aber auch abseits der Eltern­zeit nutzen Arbeitnehmer die Chance, Stunden zu reduzieren, etwa um sich nebenbei fort­zubilden oder um sanfter aus dem Job auszusteigen.

Doch Teil­zeit wirft einige Fragen auf, zum Beispiel: Wann und wie kann die reduzierte Stelle wieder zur Voll­zeit­beschäftigung aufgestockt werden? Wie lassen sich die Einbußen bei der Rente zumindest zum Teil ausgleichen? Welche Alternativen gibt es zur unattraktiven Steuerklasse V, damit vom Monats­brutto möglichst viel übrig bleibt? (...)“

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NutzerC am 08.01.2017 um 21:30 Uhr
Beruf und Familie unter einen Hut bekommen?

Der Leistungsdruck in vielen Unternehmen steigt von Jahr zu Jahr: Stellen werden gestrichen, die Aufgaben auf die übrigen Mitarbeiter verteilt ohne Gehaltsausgleich. Proteste der Mitarbeiter werden mit dem Hinweis abgebügelt, dass in ihren Arbeitsverträgen „Aufgaben können sich ändern“ steht. Deren genauer Umfang ist aber meist nicht definiert! Das führt zu solchen Situationen wie diese: Ein Burn-out gefährdeter Kollege, der seine schwer erkrankte Ehefrau zu Hause pflegt, stellt einen Antrag auf Teilzeitarbeitszeit (Pflegeteilzeit). Die (mündliche) Antwort seines Chefs: reduzierte Arbeitszeit (und Gehalt) sind bei uns möglich, reduzierte Aufgaben – ausgeschlossen. Sämtliche bisherigen Aufgaben müssen von dem Mitarbeiter weiterhin erledigt werden. Der Betroffene solle außerdem schriftlich eine Art „Businessplan“ vorlegen, wie seine Aufgaben (100%) in Zukunft in 50% der Arbeitszeit erledigt, bzw. in seiner Abteilung umverteilt werden!