Dringt bei Unwetter Regen­wasser ins Auto ein, kommt die Teilkasko­versicherung nicht für den Schaden auf. Sturm und starker Regen hatten in dem strittigen Fall dazu geführt, dass die Wasser­kästen unter­halb der Scheibenwischer über­liefen und Nässe ins Fahr­zeug­innere und den Motorraum gelangte.

Die Versicherte wollte den so entstandenen Defekt an der Elektrik ihres Autos bei der Versicherung als Über­schwemmungs- oder als Sturm­schaden geltend machen. Doch der Versicherer weigerte sich und bekam vor dem Ober­landes­gericht Hamm recht (Az. 20 U 233/14).

Eine Über­schwemmung liege nur vor, wenn Wasser über die Ufer tritt oder die tech­nisch vorgesehenen Abflüsse verlässt und sich auf dem Gelände staut. Und einen Sturm­schaden ersetzt die Teilkasko­versicherung nur, wenn der Sturm einen Gegen­stand, zum Beispiel einen Ast, aufs Auto wirft. Regen­wasser sei nicht als Gegen­stand anzu­sehen.

Tipp: Bei der Suche nach der richtigen Police hilft die individuelle Analyse Autoversicherung der Stiftung Warentest. Und unser Special Grobe Fahrlässigkeit – kleine Klausel, große Wirkung erklärt, wie deutsche Gerichte in Streitfällen zum Thema grobe Fahr­lässig­keit bisher entschieden haben.

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