TeenCards Schnelltest

Die Telefonkarte für Teenager ist da. Mobilfunkunternehmen wollen mit ihren speziellen Prepaid-Angeboten Jugendliche vor der Kostenfalle schützen: Teure Rufnummern sind gesperrt, Grundgebühr gibt es keine und auch die Preise sind transparent. T-Mobile hatte im Januar als erster Mobilfunkbetreiber die Karte für Kids angekündigt: Ab Montag kommt die CombiCard Teens nun in die Läden. Konkurrent Vodafone hat in letzter Minute überholt. Vodafone kündigte heute die neue CallYa-Juniorkarte an - erhältlich ab sofort. test.de hat beide Angebote unter die Lupe genommen.

Zwei Angebote - ein Konzept

Voraussetzung für den Erwerb beider Teenager-Karten: Ein Elternteil muss bereits einen Vertrag mit dem Mobilfunkbetreiber haben, der bereits seit sechs Monaten läuft. Dann können Vater oder Mutter für 19,95 Euro die Zusatzkarte kaufen. 10 Euro Guthaben sind da schon mit drin. Unterschied zu üblichen Prepaidkarten: Normalerweise laden Kids ihre Karte auf, indem sie sich im Mobilfunk-Laden oder am Kiosk ein Guthaben von 15 oder mehr Euro kaufen. Bei Eingabe einer Nummer wird die Karte mit diesem Betrag aufgeladen. Das funktioniert jetzt anders: Eltern legen vorher fest, ob die Karte ihrer Kids monatlich mit 10, 25 oder 50 Euro aufgeladen wird. Den Betrag buchen T-Mobile oder Vodafone über das Vertragskonto der Eltern ab. Auf Wunsch können Kunden dafür sogar monatliche Einzelverbindungsnachweise beantragen. Wie bei anderen Prepaidkarten fällt keine Grundgebühr an.

Schutz durch Sperre

Die Karten sind für Kids und Teenager besonders geeignet, weil besonders teure Rufnummern gesperrt sind: 0 900, 0 190, 0 137x, 0138x und 118x können die Jugendlichen mit dem Handy nicht wählen. Ebenso sind netzinterne Kurzwahlen wie etwa Auskunftdienste nicht erreichbar. Hintergrund: Viele Jugendliche sind das Ziel von Betrügern, die per SMS-Chat, teuren Rückrufaufforderungen oder Premium-SMS-Abrufen die ahnunglosen Kids abzocken. Problem: Betrüger entwickeln ständig neue Methoden, sodass Kids immer wieder darauf reinfallen. Auf Wunsch können Eltern die Nutzung weiter einschränken: etwa das Telefonieren ins Ausland. Oder das Sperren des GPRS-Zugangs - WAP wäre dann zum Beispiel nicht mehr möglich.

Wenige Preise - viel Transparenz

T-Mobile und Vodafone bieten auch günstige und transparente Gebühren an. Gebührenfrei ist der Anruf der Mailbox. Eine SMS kostet 15 Cent. Für Gespräche im eigenen Netz und ins deutsche Festnetz bezahlen CombiCard- und CallYa-Teens rund um die Uhr 30 Cent. In fremde Netze 50 Cent. Abgerechnet wird im 60/1-Sekundentakt. Das heißt: Die erste Minute berechnen die Mobilfunker voll - danach pro Sekunde. Wer sein Guthaben nicht vollständig verbraucht, nimmt den Rest mit in den nächsten Monat. Wie viel die Jugendlichen bereits vertelefoniert haben, können sie durch einen kostenlosen Anruf checken. Sollte der Jugendliche feststellen, dass zu wenig Guthaben auf seiner Karte ist, kann er sie auch über den üblichen Prepaid-Weg aufladen: XtraCash, Vodafone-CallNow oder Cash&Go kaufen und die angebene Nummer wählen.

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