Tchibo verkauft Bahntickets Schnelltest

Gerade erst hat die Bahn wieder ihre Preise erhöht: um 2,9 Prozent für Fahrkarten und um 3,8 Prozent für Bahncards. Da verkauft Tchibo plötzlich billige Bahntickets. Schön für neue Kunden. Treue Bahnfahrer ärgern sich aber. Denn trotz ihrer teuren Bahncard bezahlen sie oft mehr als bei Tchibo.

Pendler gehen leer aus

Ab 14. Dezember verkauft Tchibo Ticketgutscheine der Deutschen Bahn. Preis pro Doppelheft: 58 Euro. Damit sind zwei einfache Fahrten innerhalb Deutschlands möglich. Vom 1. Januar bis 31. März 2008. Beliebig weit und mit nahezu jedem Zug. Lediglich der ICE-Sprinter kostet pro Strecke 11 Euro Zuschlag. Einziger richtiger Haken: Die Gutscheine gelten nicht an Freitagen. Pendler, die zum Wochenende nach Hause fahren, müssen eine andere Fahrkarte kaufen.

Normalpreis deutlich teurer

29 Euro pro Fahrt ist bei weiten Reisen ein unschlagbar günstiger Preis. Zum Vergleich: Eine einzelne Fahrt von Berlin nach Stuttgart kostet im Normalpreis 122 Euro. Mit ein bisschen Glück ist vielleicht noch ein Spezial-Preis für 59 oder 69 Euro verfügbar. Selbst Bahncard und Sparpreis drücken den Preis nicht auf 29 Euro. Nur auf kürzeren Strecken oder bei Gruppenreisen gibt es preiswertere Fahrkarten als das Tchibo-Ticket, zum Beispiel die Ländertickets oder das Schöne-Wochenend-Ticket. Tipp: Vergleichen Sie vorher die Preise. Eine Beratung über Tarife und Fahrzeiten gibt es in den Tchibo-Filialen nicht.

Kinder fahren kostenlos mit

Sparen können auch Familien: Kinder und Enkel bis 17 Jahre fahren kostenlos mit. Ihre Namen müssen lediglich vor Fahrtbeginn auf dem Tchibo-Gutschein eingetragen werden. Wer jedoch für sich und seine Familie Sitzplätze reservieren will, muss noch einmal ins Portemonnaie langen: 4 Euro kostet jeder Platz pro Fahrt. Die Gutscheinhefte verkauft Tchibo vom 14. bis 20. Dezember. In den Filialen und im Internet unter www.tchibo.de. Insgesamt stellt die Bahn 500 000 Gutscheinhefte zur Verfügung.

Nicht übertragbar

Achtung: Die Gutscheinhefte können entweder nur von einer Person auf zwei beliebigen Strecken oder von zwei zusammen reisenden Personen genutzt werden. Da die Reisenden ihren Namen eintragen müssen, ist das Ticket nach der ersten Fahrt nicht übertragbar.

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