Die Kaffeekette Tchibo vermittelt eine Rentenversicherung mit dem Prädikat "Riester". In der Broschüre zum Produkt der Axa-Versicherung fehlten aber gesetzlich vorgeschriebene Informationen über die Zertifizierung der Versicherung als Riester-Rente. Dafür kassierte Tchibo eine Abmahnung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv). Der vzbv bemängelte auch, dass der Datenschutz nicht gewährleistet sei.

Zwar bleibt die "Röster-Rente" weiter zwischen Kaffee und Gebäck auf dem Ladentisch. Die unzulänglichen Vertragsinformationen sind jedoch ausgetauscht worden. Wer Zweifel hat, ob die Rente aus dem Kaffeesortiment die richtige Wahl war, kann innerhalb eines Monats nach Zahlung der ersten Rate vom Vertrag zurücktreten.

Auch Finanztest hat Zweifel an der Qualität der Tchibo-Informationen. So hieß es zumindest im ersten Infoblatt, dass die Versicherung nur Kosten in Höhe von 7 Prozent verursache. Eine Rechnung von Finanztest ergab aber Kosten in Höhe von 11 Prozent. Dieser Anteil würde durchschnittlich von den Beiträgen eines Versicherten über die gesamte Vertragslaufzeit abgezogen. Kostengünstig ist das Tchibo-Angebot damit immer noch. Andere ziehen 15 bis 16 Prozent ab.

Ob die Röster-Rente auch einen höheren Ertrag bringt als andere, muss sich zeigen. Finanztest wird im Laufe des Jahres die geförderten Anlageformen (Fondssparpläne, Banksparpläne und Versicherungen) im Detail überprüfen. Es genügt völlig, erst in Ruhe zu vergleichen und dann bis Jahresende einen Vertrag abzuschließen.

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