Nach der Beitragserhöhung der Taunus BKK haben nach Angaben der Kasse 23 000 Mitglieder gekündigt. 17 000 von ihnen will die Taunus BKK kein Sonderkündigungsrecht einräumen, weil sie noch nicht 18 Monate in der Kasse waren. Dagegen haben einige verärgerte Kunden Widerspruch eingelegt.

Etliche Leser fragten uns: Wie geht es danach weiter? Sofort verlassen können Versicherte die Kasse auch nach einem Widerspruch nicht. Sie müssen abwarten, bis sie ihre Mindestmitgliedszeit von 18 Monaten erreicht haben. Erst dann können sie regulär kündigen und die Kasse mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende verlassen.

Ein Widerspruch ist trotzdem sinnvoll. Lehnt die Kasse den Widerspruch ab, können Versicherte beim Sozialgericht klagen. Bekommen die Versicherten Recht, muss die Taunus BKK ihnen den entstandenen Schaden ersetzen.

Der Schaden ist die Summe, die jemand in der Zeit zwischen dem ursprünglichen Kündigungswunsch und dem Zeitpunkt, zu dem er in eine günstigere Kasse wechseln durfte, „zu viel“ an Beiträgen gezahlt hat.

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