Gesundheit: Augenschäden möglich durch Hochleistungs-LEDs

Die Leuchtstärke von LED-Leuchten hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Wer heute aus kurzer Distanz in den Lichtstrahl einer Hochleistungs-LED-Leuchte sieht, kann so stark geblendet werden, dass er für kurze Zeit kaum mehr etwas sieht. Sehr leistungsstarke LED-Leuch­ten erzeugen mitunter sogar derart inten­sives Licht, dass sie die Augen schädigen können. „Intensives LED-Licht kann bei sehr langem Hineinse­hen eine Entzündung der Netzhaut verursachen, eine Art Sonnenbrand, der unter Umständen zu Folgeschäden führen kann“, sagt Prof. Dr. Hans-Dieter Reidenbach, Leiter des Forschungsschwerpunkts Hochfrequenz- und Lasertechnik an der Fachhochschule Köln. „Hierbei geht derzeit von Blaulicht- oder Weißlicht-Hochleistungs-LEDs die größte Gefahr aus, wobei gilt: Je größer der Blauanteil, desto höher das Risiko.“ Tückisch: Solche „Blaulichtschäden“ können sich über lange Zeit ansam­meln und erst nach Jahren bemerkbar machen, so Hans-Dieter Reidenbach. Deshalb ­gehören Hochleistungs-LED-­Leuch­ten nicht in Kinderhände. Zu groß ist die Blendgefahr oder das Risiko von Augenschäden durch sehr langes gegenseitiges Anleuchten oder absichtliches langes Hineinstarren. Ausführliche Informationen sind erhältlich bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie bei der Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3497 Nutzer finden das hilfreich.