Tapezieren Meldung

Ein Tapetenwechsel im Frühjahr sollte rechtzeitig geplant werden. Hier ein paar Tipps zum eigenhändigen Tapezieren.

Der Untergrund. Noch fest sitzende Raufaser können Sie mit Dispersionsfarbe überstreichen, wenn die Struktur nicht durch zu viele Anstriche zugeschlämmt ist. Bei einer spaltbaren Papiertapete darf die untere Schicht als Makulatur für die neuen Bahnen auf der Wand bleiben. Trocken abziehbare Tapeten können Sie restlos von der Wand entfernen. Andere müssen Sie mit einem Tapetenkratzer einritzen, damit Wasser eindringen kann. Billiger als handelsübliche Tapetenablösehilfen ist heißes Wasser mit einem kräftigen Schuss Spülmittel.

Der Kleber. Er muss auf das Gewicht und die Saugfähigkeit von Tapete und Untergrund abgestimmt sein. Frei von problematischen Stoffen ist Kleister aus Methylzellulose. Er empfiehlt sich für normale Papiertapeten. Für Raufaser und Vinyltapeten raten Hersteller zu kunstharzverstärktem Spezialkleister. Glasfaser-, Textil-, Kork- und Grastapeten müssen Sie wegen des Gewichts oder der mangelnden Saugfä­higkeit mit Dispersionskleber fixieren.

Die Makulatur. Um den etwas rauen Untergrund für leichte bis mittelschwere Papiertapeten zu glätten, bietet sich Makulatur zum Streichen an. Rollenmakulatur ist dünnes Tapetenrohpapier, das Sie unter transparenten Tapeten, zum Beispiel Gras- und Seidentapeten, kleben sollten. Eine glatte Oberfläche schaffen auch Vliestapeten aus Zellulose- und synthetischen Textilfasern, auf die Sie Dispersionsfarben streichen können.

Die Papiertapeten. Sie bestehen aus ein- oder zweischichtigen holzfreien oder holzschliffhaltigen Papieren und sind meist bedruckt. Leichte Tapeten reißen beim Verkleben schnell ein, für schwere muss der Untergrund genügend glatt und haftend sein. Achten Sie bei bedruckten Tapeten auf die­selbe Seriennummer auf den Rollen, um Farbabweichungen zu vermeiden.

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