Wie Tages­eltern arbeiten können

Tages­mütter und Tages­väter können ihre Schützlinge an verschiedenen Orten betreuen. Eine Pfle­geerlaubnis vom Jugend­amt ist immer notwendig, wenn die Betreuung der Kinder nicht im Haushalt der Eltern statt­findet.

  • Im Haushalt der Eltern. Die Kinder werden zuhause bei ihren Eltern betreut. Die Tages­mutter oder der Tages­vater ist weisungs­abhängig von den Eltern und meist bei ihnen angestellt. Die Eltern sind also Arbeit­geber. Für diese Form der Betreuung ist keine Erlaubnis vom Jugend­amt notwendig.
  • Im eigenen Haushalt. Tages­eltern können eigene Räume in ihrer Wohnung einrichten, um Kinder zu betreuen. Die Räume müssen „geeignet“ sein – je nach Bundes­land gibt es da unterschiedliche Vorgaben. Bis zu fünf fremde Kinder darf eine Tages­pflege­person im eigenen Haushalt betreuen.
  • In angemieteten Räumen. In einigen Bundes­ländern können Tages­mütter und Tages­väter auch Räume anmieten, um Kinder zu betreuen. Das jeweilige Landes­recht regelt, welche Räume dafür „geeignet“ sind. Dazu gehört zum Beispiel, dass es ausreichend Platz zum Spielen, aber auch zum Zurück­ziehen und Schlafen gibt und Wald- und Park­anlagen zum Spielen in der Nähe sind.
  • Groß­tages­pflege. Wenn sich mehrere Tages­mütter und Tages­väter zusam­menschließen und gemein­sam mehrere Kinder betreuen, spricht man von einer Groß­tages­pflege. Sie ist allerdings nicht in allen Bundes­ländern möglich. Wie viele Kinder betreut werden dürfen, variiert von Land zu Land. Oft werden für die Groß­tages­pflege Räume angemietet. Interes­sant ist sie vor allem für Personen, die nicht allein arbeiten wollen und den Austausch mit anderen schätzen.

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