Die Schritte bis zur Pfle­geerlaubnis

  • Eignung. Kleine Kinder zu betreuen, ist anspruchs­voll und fordernd. Über­legen Sie, ob Sie sich diese Arbeit für mehrere Stunden am Tag vorstellen können.
  • Praktikum. Absol­vieren Sie ein Praktikum in einer Krippe oder bei Tages­eltern, um sich ein Bild von der Tätig­keit zu machen.
  • Familie. Beziehen Sie Ihre Familie in Ihre Entscheidung mit ein, vor allem wenn Sie fremde Kinder in Ihrem Haushalt betreuen wollen. Das ist für alle Mitglieder eine Belastung. Über­legen Sie auch, welches Zeit­fenster Sie für die Betreuung anbieten können.
  • Jugend­amt. Kontaktieren Sie das für Sie zuständige Jugend­amt. Das ist Ihr Ansprech­partner in allen Fragen der Kinder­tages­pflege. Lassen Sie sich von den Mitarbeitern beraten. Sie wissen, wie groß der Bedarf an Tages­müttern und Tages­vätern in Ihrer Region ist.
  • Verdienst. Als Tages­mutter oder Tages­vater sind Sie in der Regel selbst­ständig tätig. Nach der Beratung beim Jugend­amt sollten Sie über­schlagen, wie viel Sie in etwa verdienen können. Über­legen Sie, ob die Entlohnung Ihren Vorstel­lungen entspricht.
  • Bewerbung. Wenn Sie sicher sind, dass Sie als Tages­mutter oder -vater arbeiten möchten, bewerben Sie sich schriftlich bei Ihrem Jugend­amt.
  • Eignungs­prüfung. Sobald dem Jugend­amt Ihre Bewerbung vorliegt, rollt die Eignungs­prüfung an. Die Mitarbeiter führen dann in der Regel zunächst Gespräche mit Ihnen und schauen sich die Räume an, in denen Sie die Kinder später betreuen wollen.
  • Qualifizierung. Verlaufen Gespräche und Besichtigung positiv, wird Sie das Jugend­amt im nächsten Schritt bitten, die vorgeschriebene Grund­qualifizierung für Tages­pfle­geeltern von mindestens 160 Stunden zu absol­vieren. Fragen Sie bei Ihrem Jugend­amt nach Kurs­anbietern in Ihrer Region.
  • Dokumente. Das Jugend­amt benötigt weitere Dokumente von Ihnen, und zwar ein ärzt­liches Attest über Ihre gesundheitliche Eignung, einen Nach­weis über die Teil­nahme an einem Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Klein­kinder und ein polizei­liches Führungs­zeugnis. Wenn Sie die Kinder bei sich zuhause betreuen wollen, müssen übrigens auch alle anderen Personen, die älter als 18 Jahre sind und in Ihrem Haushalt leben, Führungs­zeug­nisse und ärzt­liche Atteste vorlegen.
  • Pfle­geerlaubnis. Wenn Sie alle Voraus­setzungen erfüllen und alle Dokumente vorliegen, erteilt das Jugend­amt Ihnen die Pfle­geerlaubnis. Damit dürfen Sie bis zu fünf fremde Kinder in Ihrem Haushalt betreuen. Die Pfle­geerlaubnis ist befristet gültig, und zwar für fünf Jahre.

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