Tagesgeld Meldung

Zinsangebote für Sparer gibt es jetzt auch an der Supermarktkasse. Angefangen hat der Discounter Lidl mit einem Tagesgeldkonto, das er zwischen dem 3. und 15. März anbot. Mit 4,8 Prozent hatte das Angebot einen attraktiven Zins, die Lidl-Werbung mit dem Finanztest-Urteil „dauerhaft gut“ war jedoch nicht korrekt.

Wie bei Zinsschnäppchen dieser Art üblich, war das „Plus Konto Superzins“ zeitlich befristet (bis 15. September 2008) und auf eine bestimmte Anlagesumme beschränkt. Den „Superzins“ erhalten Anleger für höchstens 20 000 Euro, darüber liegende Beträge werden mit 3,6 Prozent verzinst.

Hinter dem Lidl-Angebot steckt die Volkswagen Bank direct, die sich seit Jahren durch gute Zinsangebote profiliert. Auf die Tagesgeldangebote dieser Bank bezog sich das Finanztest-Urteil „dauerhaft gut“, das Lidl für die Vermarktung seines Zinsschnäppchens nutzte.

Pikanterweise darf die Volkswagen Bank direct das Urteil nicht mehr verwenden, da sie es mit dem Tagesgeld für ihre direkten Kunden zum dritten Mal in Folge nicht mehr in unsere Top-20-Liste (Finanztest Printausgabe) geschafft hat. Ihren Altkunden zahlt die Bank zurzeit nur zwischen 3,4 und 3,7 Prozent. Nach unseren Regeln ist sie seit diesem Monat kein „dauerhaft guter“ Tagesgeldanbieter mehr. Das konnte Lidl zum Zeitpunkt seiner Werbung aber noch nicht wissen.

Tipp: Anleger finden Tagesgeldkonten mit Spitzenzinsen in unserem Infodokument und Lockangebote im Test Sparzinsen.

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