Tagesgeld Test

Regelmäßig sparen – das klappt mit Tagesgeldkonten prima. Ihr großes Plus: die Flexibilität. Wichtig allerdings: Das Tagesgeld bietet dauerhaft hohe Zinsen. test sagt, wie viel zinsstabile Offerten derzeit bringen.

Wer jeden Monat etwas Geld sparen möchte, greift gern zum Banksparplan. Der ist sicher, verursacht keine Kosten und kann nicht ins Minus rutschen. Der Anleger erhält garantiert das eingezahlte Geld und die Zinsen. Genauso sicher sind viele Tagesgeldkonten. Für sie spricht ein weiterer Pluspunkt: Der Sparer ist viel flexibler. Anders als bei vielen Banksparplänen kann der Anleger die Sparhöhe jederzeit ändern, auch hohe Beträge überweisen und seine Einzahlungen je nach Wunsch ruhen lassen. Außerdem kann er täglich über sein Geld verfügen. Banksparpläne lassen sich dagegen in den ersten Jahren oft gar nicht kündigen und anschließend auch nur mit einer Kündigungsfrist.

Die Top 20 aus 80 Angeboten

Auch beim Zinsvergleich schneiden viele Banksparpläne schlechter ab als Tagesgeldkonten. Die Zinsen sind oft variabel, und viele Angebote haben häufig eine Null vor dem Komma. Sie belohnen Anleger zwar mit Boni und Prämien. Die aber sind mehr Werbemasche als tatsächliche Rendite. Grund: Die Extras gibt es oft nur auf die jährliche Sparleistung und nicht auf die bereits eingezahlte Gesamtsumme. Auch Tagesgeldzinsen sind variabel. Die Banken dürfen sie nach Belieben herauf- und heruntersetzen.

Produktfinder Tagesgeldkonten

Tagesgeld Test

Die Stiftung Warentest untersucht jeden Monat die Konditionen von Tagesgeldkonten und veröffentlicht die Daten regelmäßig auf test.de. Der Produktfinder nennt die Zinskonditionen für unterschiedliche Anlagebeträge von aktuell 91 Tagesgeldangeboten.
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Es gibt jedoch im Zweijahresrückblick einige Tagesgeldangebote mit dauerhaft hohen Zinsen (siehe Tabelle). Die Angebote in der Tabelle gehörten in den vergangenen 24 Monaten fast immer zu den Top 20. Sie eignen sich als Alternative zu einem Banksparplan, weil sie keine Mindestanlagesumme voraussetzen und die Konten kostenlos sind.

Spitzenreiter zahlt 2,3 Prozent

Aktueller Spitzenreiter unter den dauerhaft guten Angeboten ist die NIBC Direct. Sie zahlt 2,3 Prozent jährlich. Der Zinsrückblick auf die vergangenen zwei Jahre ist zwar keine Garantie für hohe Zinsen in der Zukunft. Er schließt aber Anbieter aus, die nur zu Werbezwecken für sehr kurze Zeit hohe Zinsen zahlen. Sie spekulieren darauf, dass viele Sparer nach einer Zinssenkung vergessen, ihr Konto wieder zu kündigen. Diese Strategie verfolgen gern Banken, die neu am deutschen Markt sind.

100 000 Euro sind sicher

Die meisten Banken in der Tabelle kommen aus dem Ausland. Sie gehören zu internationalen Finanzgruppen und haben keine oder wenige Filialen in Deutschland. Sie sind nur für Sparer geeignet, die ihr Konto online oder telefonisch führen.

Tipp: Wer seine Geldgeschäfte nicht online führen möchte, kann dies bei Oyak Anker und Garantibank auch per Telefon tun.

Viele Sparer misstrauen der ausländischen Einlagensicherung. Berechtigt ist das nicht: Bei allen Banken in der Tabelle sind mindestens 100 000 Euro durch die britische, deutsche, niederländische oder österreichische Entschädigungseinrichtung geschützt. Gehören Banken zusätzlich dem deutschen Einlagensicherungsfonds an, sind Beträge in Millionenhöhe abgesichert. Sollte es zu einer Pleite kommen, müssen alle Sparer – unabhängig davon, ob die Bank ihren Sitz im In- oder Ausland hat – innerhalb von 20 Tagen entschädigt werden. So schreibt es eine EU-Richtlinie vor.

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