Regel­mäßig sparen – das klappt mit Tages­geld­konten prima. Ihr großes Plus: die Flexibilität. Wichtig allerdings: Das Tages­geld bietet dauer­haft hohe Zinsen. test sagt, wie viel zins­stabile Offerten derzeit bringen.

Wer jeden Monat etwas Geld sparen möchte, greift gern zum Bank­sparplan. Der ist sicher, verursacht keine Kosten und kann nicht ins Minus rutschen. Der Anleger erhält garan­tiert das einge­zahlte Geld und die Zinsen. Genauso sicher sind viele Tages­geld­konten. Für sie spricht ein weiterer Plus­punkt: Der Sparer ist viel flexibler. Anders als bei vielen Bank­sparplänen kann der Anleger die Sparhöhe jeder­zeit ändern, auch hohe Beträge über­weisen und seine Einzahlungen je nach Wunsch ruhen lassen. Außerdem kann er täglich über sein Geld verfügen. Bank­sparpläne lassen sich dagegen in den ersten Jahren oft gar nicht kündigen und anschließend auch nur mit einer Kündigungs­frist.

Die Top 20 aus 80 Angeboten

Auch beim Zins­vergleich schneiden viele Bank­sparpläne schlechter ab als Tages­geld­konten. Die Zinsen sind oft variabel, und viele Angebote haben häufig eine Null vor dem Komma. Sie belohnen Anleger zwar mit Boni und Prämien. Die aber sind mehr Werbe­masche als tatsäch­liche Rendite. Grund: Die Extras gibt es oft nur auf die jähr­liche Spar­leistung und nicht auf die bereits einge­zahlte Gesamt­summe. Auch Tages­geldzinsen sind variabel. Die Banken dürfen sie nach Belieben herauf- und herunter­setzen.

Produktfinder Tages­geld­konten

Tages­geld Test

Die Stiftung Warentest untersucht jeden Monat die Konditionen von Tages­geld­konten und veröffent­licht die Daten regel­mäßig auf test.de. Der Produktfinder nennt die Zins­konditionen für unterschiedliche Anla­gebeträge von aktuell 86 Tages­geld­angeboten.
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Es gibt jedoch im Zwei­jahres­rück­blick einige Tages­geld­angebote mit dauer­haft hohen Zinsen (siehe Tabelle). Die Angebote in der Tabelle gehörten in den vergangenen 24 Monaten fast immer zu den Top 20. Sie eignen sich als Alternative zu einem Bank­sparplan, weil sie keine Mindest­anlagesumme voraus­setzen und die Konten kostenlos sind.

Spitzenreiter zahlt 2,3 Prozent

Aktueller Spitzenreiter unter den dauer­haft guten Angeboten ist die NIBC Direct. Sie zahlt 2,3 Prozent jähr­lich. Der Zins­rück­blick auf die vergangenen zwei Jahre ist zwar keine Garantie für hohe Zinsen in der Zukunft. Er schließt aber Anbieter aus, die nur zu Werbe­zwecken für sehr kurze Zeit hohe Zinsen zahlen. Sie spekulieren darauf, dass viele Sparer nach einer Zins­senkung vergessen, ihr Konto wieder zu kündigen. Diese Strategie verfolgen gern Banken, die neu am deutschen Markt sind.

100 000 Euro sind sicher

Die meisten Banken in der Tabelle kommen aus dem Ausland. Sie gehören zu interna­tionalen Finanz­gruppen und haben keine oder wenige Filialen in Deutsch­land. Sie sind nur für Sparer geeignet, die ihr Konto online oder telefo­nisch führen.

Tipp: Wer seine Geld­geschäfte nicht online führen möchte, kann dies bei Oyak Anker und Garan­tibank auch per Telefon tun.

Viele Sparer miss­trauen der ausländischen Einlagensicherung. Berechtigt ist das nicht: Bei allen Banken in der Tabelle sind mindestens 100 000 Euro durch die britische, deutsche, nieder­ländische oder österrei­chische Entschädigungs­einrichtung geschützt. Gehören Banken zusätzlich dem deutschen Einlagensicherungs­fonds an, sind Beträge in Millionenhöhe abge­sichert. Sollte es zu einer Pleite kommen, müssen alle Sparer – unabhängig davon, ob die Bank ihren Sitz im In- oder Ausland hat – inner­halb von 20 Tagen entschädigt werden. So schreibt es eine EU-Richt­linie vor.

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