Tag der Zahn­gesundheit Meldung

Beim „Tag der Zahn­gesundheit“ am 25. September stehen in diesem Jahr die Kinder und der Schutz ihrer Zähne im Mittel­punkt. Das Motto lautet „Gesund beginnt im Mund – je früher, desto besser“. Die Bundes­zahn­ärztekammer gibt Empfehlungen.

Viel weniger Karies bei Kindern

Die gute Nach­richt zum „Tag der Zahn­gesundheit“: Die Zahn­prophylaxe bei Kindern ist offen­bar eine Erfolgs­story. Das berichtete Professor Dr. Dietmar Oesterreich, Vize­präsident der Bundes­zahn­ärztekammer. Die Karieslast bei den 12-Jährigen habe sich in den letzten 25 Jahren um 80 Prozent verringert. Doch manche Kinder hätten immer noch mit deutlichen Mund­gesund­heits­problemen zu kämpfen. Diese Kinder stammen oft aus bildungs­fernen und sozial schwachen Schichten oder aus Familien mit Migrations­hintergrund.

Kein Süßes aus der Nuckelflasche

Ebenfalls besorgnis­erregend: Bei sehr kleinen Kindern beob­achten Ärzte immer häufiger Karies. Für Dr. Dietmar Oesterreich ein Haupt­grund: Klein­kinder erhalten regel­mäßig und zu lange gesüßte oder frucht­säurehaltige Getränke aus der Nuckelflasche.

Was die Bundes­zahn­ärztekammer empfiehlt

Eine gute Zahn­gesundheit bei Kindern ist die Voraus­setzung für gesunde Zähne im Erwachsenen­alter. Damit die jungen Zähne auch später noch halten, hat die Bundes­zahn­ärztekammer Tipps veröffent­licht:

  • Stillen. Gut für die Mund­gesundheit der Kleinen ist Stillen – und möglichst wenig Nuckelflasche mit gesüßten Getränken.
  • Putzen. Sobald die ersten Milchzähn­chen da sind, sollten Eltern sie morgens und abends mit einer kleinen, weichen Bürste reinigen – auch wenn das Kind noch gestillt wird. Ab dem sechsten Lebens­monat ist dabei einmal täglich eine erbsen­große Menge Kinder­zahn­creme mit kindgerechtem Fluorid­gehalt (0,05 Prozent oder 500 ppm) zu verwenden. Ab dem ersten Geburts­tag sollte die fluoridhaltige Kinder­zahn­creme zweimal täglich verwendet werden. Das Kind sollte nun allmählich versuchen, die Zähne selber zu putzen. Die Eltern sollten aber nach­putzen – jeden Zahn von allen Seiten und mindestens bis zum Grund­schul­alter.
  • Zahnpasta. Ab dem sechsten Geburts­tag sollte die Zahnpasta für die Kinder den gleichen Fluorid­gehalt haben wie für Erwachsene. Das ist ein Gehalt von etwa 1 000 bis 1 500 ppm).
  • Zahn­arzt. Kinder sollten sich möglichst früh an den Zahn­arzt gewöhnen. Die Bundes­zahn­ärztekammer empfiehlt Zahn­arzt­besuche bereits dann, wenn die ersten Milchzähne durch­brechen, also im ersten Lebens­jahr – und ab dann im Halb­jahres­takt. Die Besuche werden von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet und sollen Kindern die Angst vorm Zahn­arzt nehmen und Zahn­pflegetipps vermitteln. Normale Zahn­ärzte sind in der Regel geeignete Anlauf­stellen. Es gibt aber auch spezielle Kinder­zahn­arzt­praxen für über­ängst­liche Kinder.

Viele Tests rund um die Zähne

Hilf­reich für den Erhalt der Zahn­gesundheit bei Erwachsenen sind die aktuellen Tests der Stiftung Warentest.

  • Zahn­reinigung. Viele Zahn­arzt­praxen bieten eine professionelle Zahn­reinigung an. Die Stiftung Warentest hat die Putzprofis getestet und erklärt, worauf es bei der Reinigung ankommt.
  • Versicherung. Wer Wert auf teure Zahn­ersatz­versorgung und Materialien legen, sollte über den Abschluss einer Zahn­zusatz­versicherung nach­denken. Der jüngste Test von Zahn­zusatz­versicherungen zeigt: Es gibt immer mehr Angebote mit sehr guten Leistungen. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem aktuellen Zahnzusatzversicherung-Vergleich.
  • Elektrobürsten. Manche elektrischen Zahnbürsten im Test reinigen gut oder sehr gut und sind trotzdem preis­wert.
  • Mund­spüllösungen. Der Test von Mundspüllösungen zeigt: Wer Mühe hat, mit Zahnseide korrekt umzu­gehen, für den sind effektive Mund­spülungen sinn­voll. Sie können Karies, Zahnbelag und Zahn­fleisch­entzündung vorbeugen.
  • Zahnpasta für weiße Zähne. Zahnpasten für weiße Zähne sind gefragt. Der Test der Zahnpasten zeigt aber: Nicht alle Produkte taugen etwas. Die Werbung für Zahnpasten verspricht oft zu viel.

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