Die Taborcillo Development Corp. wirbt in Briefen mit Sonderpreisen für den Kauf eines Grundstücks auf einer „Prominenteninsel“ vor Panama. Die Preisnachlässe für die als „Paradies auf Erden“ beworbenen Parzellen auf der Insel Taborcillo sollen zwischen 20 und 63 Prozent liegen. Doch ein Schnäppchen ist der Inselkauf nicht. Schon letztes Jahr warnte Finanztest vor dem Kauf, für den in Deutschland der Schweizer Who-is-Who-Verlag warb.

Um auf der Insel bauen zu können, müssen Käufer sich auf das Konzept des „anonymen Grundbesitzes“ einlassen. Anstatt das Grundstück direkt zu erwerben, kaufen sie stimmrechtslose Namensaktien. Zusätzlich zu den Aktien erhalten sie ein verbrieftes Nutzungsrecht für ein Stück Land.

Im August letzten Jahres kostete das noch – je nach Lage und Größe – zwischen 17 000 und 52 000 US-Dollar. Ein stolzer Kurs für die Inselaktie, der offenbar nicht zu halten ist. Denn die jetzigen Preisnachlässe werden damit begründet, dass Eigentümer ihr Stück Trauminsel wieder verkaufen wollen – „wegen Uneinigkeit der Eigentümer“ oder „aus gesundheitlichen Gründen“.

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