Laptops, Ultra­book & Convertibles im Test

Gaming-Laptops im Test

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Laptops, Ultra­book & Convertibles im Test - Nur ein Computer holt die Spitzen-Note
Virtuelle Welten. Gaming-Notebooks stellen Bewegungs­abläufe und Details wie Schatten und Wasser oft sehr realistisch dar. © BENJAMIN PRITZKULEIT

Anspruchs­volle Computer­spiele laufen nur mit der passenden Technik flüssig. Gaming-Laptops haben viel Grafik­leistung und unterscheiden sich von klassischen Notebooks.

Laptops, Ultra­book & Convertibles im Test Testergebnisse für 139 Mobile Computer

Starke Grafikkarten für flüssige Spiele

Die Grafik­einheit ist eine der wichtigsten Komponenten der Spielecomputer. Bei ­vielen herkömm­lichen Laptops ist sie in den Prozessor integriert. Bei den Gaming-Notebooks ist sie ein eigenes Bauteil: eine Grafikkarte mit eigenem Speicher. Sie bringt realistisch anmutende Land­schaften, Bewegungs­abläufe bei Lebewesen und täuschend echt wirkende Details wie Spiege­lungen und Regen­tropfen aufs Display.

Neben der Größe des Grafikspeichers – oft 6 Gigabyte – sind die Modell­reihe und das Erscheinungs­jahr der Grafikkarte wichtig. Hier gibt es rasante tech­nische Entwick­lungen, weshalb moderne Komponenten verbaut sein sollten.

Gaming-Laptops haben auch Grenzen

Wie gut die Spielelaptops aktuelle Computer­spiele darstellen können, haben wir unter anderem anhand der Titel Assassin‘s Creed Valhalla, Metro Exodus, Shadow of the Tomb Raider und Watch Dogs: Legion getestet. Für ein flüssiges Spiel­erlebnis ist es wichtig, dass die Grafikkarte möglichst viele Bilder pro Sekunde (frames per second, fps) berechnet. Je mehr Details dargestellt werden, desto anspruchs­voller ist zudem die Berechnung für die Laptops.

Das Gaming-Urteil der Spiele-Laptops ist übrigens nicht mit dem 3D-Spiele-Urteil der anderen mobilen Rechner vergleich­bar, da bei letzterem deutlich geringere Anforderungen gestellt werden. Wie sich die Prüf­programme genau unterscheiden, lesen Sie unter So testet die Stiftung Warentest mobile Computer.

Möchten Spiele­rinnen und Spieler die best­mögliche Grafikqualität genießen, kommen die getesteten Geräte für bis zu 1 900 Euro auch an ihre Grenzen. Dann müssen noch deutlich leistungs­stärkere High-End-Gaming-Laptops, die üblicher­weise deutlich mehr als 2 000 Euro kosten, oder große, unter dem Schreibtisch stehende Spiele-PCs her. Regelt man den Detailgrad in den Spielen etwas herunter, liefern aber auch einfachere Gaming-Laptops hohe Bild­raten.

Bildergalerie: Nicht nur die Optik ist bei Gaming-Laptops anders

Schnelle Prozessoren

Die Gaming-Laptops im Test der Stiftung Warentest sind mit leistungs­starken Prozessoren von Intel oder AMD ausgerüstet und haben 16 Gigabyte Arbeits­speicher.

15-Zoll-Bild­schirme mit hoher Wieder­holrate

Damit die vielen errechneten Bilder überhaupt dargestellt werden, muss das Display den Inhalt entsprechend häufig aktualisieren. Viele Gaming-Notebooks unterstützen Bildwieder­holraten von mindestens 144 Hertz, also 144 Aktuali­sierungen pro Sekunde. Liegt die Bild­wieder­holrate des Bild­schirms wie bei den meisten klassischen Laptops nur bei 60 Hertz, kann das etwa bei schnellen Ego-Shoo­tern zu leichten Bild­ruck­lern führen.

Laptops, Ultra­book & Convertibles im Test Testergebnisse für 139 Mobile Computer

Die Akku­lauf­zeit leidet bei Gaming-Notebooks

Da die starke Technik viel Strom braucht, sind die Akku­lauf­zeiten meist bescheiden. Die Rechner können oft nur wenige Stunden lang Videos abseits der Steck­dose abspielen, es gibt aber auch Ausnahmen.

Kantiges Design und große Luft­schlitze

Die schnellen Chips verbrauchen nicht nur viel Strom, sie produzieren auch viel heiße Luft. Daher haben Gaming-Laptops große Kühlkörper und Öffnungen, um die warme Abluft auszupusten. Das ist, gerade unter Voll­last, schnell störend und kann bei einigen Geräten so laut sein wie ein fahrendes Auto in zehn Metern Entfernung. Im Ruhemodus, wenn die Geräte nicht stark bean­sprucht werden, sind sie deutlich leiser.

Auch abge­sehen von den großen Lüftungs­öffnungen unterscheiden sich die mobilen Spiele­rechner optisch von herkömm­lichen Laptops. Ihre Gehäuse haben oft ein ­markantes Design, bunte Beleuchtung und Schnell­wahl­tasten, um spezielle Menüs oder einen Spielemodus aufzurufen.

Laptops, Ultra­book & Convertibles im Test Testergebnisse für 139 Mobile Computer

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 17.10.2022 um 17:15 Uhr
Schiefer Vergleich

@Schier.Fliesch: Wir haben die Testergebnisse des günstigsten Apple MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirmdiagonale den Windows-Geräten gegenübergestellt, da Apple nunmal kein Gerät mit MacOS in der Preisklasse von 650 bis 1240 Euro anbietet,
aus der wir die Windows-Laptops ausgewählt hatten, Apple-Geräte aber auch stark nachgefragt sind.
Zuletzt haben wir teure Premium-Laptops mit Windows in der Preisklasse über 2000 Euro Im Januar 2021 getestet. Die Ergebnisse sind noch bei den Heftartikel-Downloads hier im Test abrufbar. In der genauen getesteten Konfiguration sind die damals getesteten Produkte heute allerdings nicht mehr lieferbar.

Schier.Fliesch am 15.10.2022 um 17:50 Uhr
Schiefer Vergleich

Laptop für über 2.500 Euro wird Testsieger gegen andere, die teilweise einen Bruchteil davon kosten - obwohl es von vielen Herstellern durchaus teurere Alternativen gäbe. Das ist kein fairer Vergleich, ich vergleiche ja auch keine Mercedes S-Klasse gegen einen Dacia. Dann den glanzvollen Testsieg auch noch groß hervorzuheben, verstärkt den schiefen Eindruck noch mehr.

Profilbild Stiftung_Warentest am 14.10.2022 um 13:50 Uhr
Produktmerkmale

@ralfdeo: Die gewünschten Angaben machen wir bei den Produktmerkmalen. Die sehen Sie unterhalb der Bewertungstabelle, wenn Sie ein Geräte anklicken oder mehrere Geräte in einen Vergleich legen und diesen anzeigen lasen. Und natürlich bei den Tabellen der Heftartikel im PDF-Download, siehe Inhaltsverzeichnis des Tests.

ralfdeo am 14.10.2022 um 13:25 Uhr
Display berührungssensitiv?& Tastaturbeleuchtung

Ich vermisse, vielleicht auch übersehen, Angabe ob Tatschdispay & beleuchtete Tastatur vorhanden ist.

mijobe am 26.09.2022 um 18:42 Uhr
Linux

Ich kann zwar verstehen, dass die Tests nur für Windows durchgeführt werden, würde es aber sehr begrüßen, wenn zumindest in einer Bemerkung stehen würde, ob das Gerät statt mit Windows auch mit Linux angeboten wird.