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Amazon Free­time Unlimited

Tablets - So stellen Sie iPad & Co kinder­sicher ein
© Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

So gehts. Die App „Amazon Free­time“ ist auf Amazon-Tablets vorinstalliert. Android-Nutzer können sie ebenfalls kostenlos aus dem App-Store herunter­laden. Um auf alle Inhalte zugreifen zu können, müssen Eltern ein Abo abschließen. Das kostet für ein Kind 4,99 Euro im Monat. Kunden von Amazon Prime zahlen weniger.

Das finden wir gut. Das Angebot ist werbefrei und Eltern können sehr detailliert Einstel­lungen für Apps und Nutzungs­zeiten vornehmen. Die Inhalte sind vielfältig, wenn auch kosten­pflichtig.

Das finden wir nicht so gut. Kinder, die noch nicht lesen können, dürften an mancher Stelle über­fordert sein und die Hilfe ihrer Eltern brauchen. Die auto­matische Einstellung auf Grund­lage des angegebenen Kindes­alters erfolgt recht grob. Eltern sollten den Filter nach der Einrichtung selbst anpassen.

Huawei Kids Corner

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© Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

So gehts. Die Kids Corner ist auf Huawei-Tablets als eigene App kostenfrei verfügbar. Verschiedene Profile, etwa für mehrere Kinder, lassen sich nicht einrichten. Eltern müssen beim ersten Start die Nutzungs­bedingungen akzeptieren. Sie sollten das Häkchen bei „Nicht wieder erinnern“ gesetzt lassen, damit Kinder beim nächsten Start nicht versehentlich auf der normalen Benutz­eroberfläche landen.

Das finden wir gut. Die Oberfläche ist über­sicht­lich gehalten, die Nutzungs­zeiten lassen sich einfach einstellen.

Das finden wir nicht so gut. Die maximale Nutzungs­zeit wird bei jedem Neustart von vorne gezählt. Es gibt nur wenige vorinstallierte Apps für Kinder und keinen eigenen Webbrowser, daher eher für jüngere Kinder geeignet. Immerhin können Eltern Apps aus dem App-Store frei­geben.

Lenovo KidOZ

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© Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

So gehts. Bei den meisten Lenovo-Geräten ist die Kinder­oberfläche KidOZ in das Betriebs­system integriert. Eltern können sie kostenlos akti­vieren, indem sie ein Kinder-Benutzer­konto anlegen.

Das finden wir gut. Schon bei der Erstein­richtung können Eltern fest­legen, wie lange Kinder maximal am Stück das Tablet benutzen dürfen und auch wie lange die Pause dazwischen sein soll.

Das finden wir nicht so gut. Tages­zeit­bereiche, in denen das Tablet nicht genutzt werden darf, lassen sich nicht fest­legen. Die Oberfläche ist mit Werbe-Apps versehen, was wenig kindgerecht ist. Die verfügbaren Spiele-Apps und Videos lassen sich nur mit Internet­verbindung nutzen. Lokal gespeicherte Inhalte auf dem Tablet, etwa Kinder­filme, lassen sich nicht für KidOZ frei­geben.

Samsung Kinder­modus

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© Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

So gehts. Der Kinder­modus lässt sich bei Samsung-Tablets als App starten. Eltern müssen dafür den Zugriff auf „Kontakte“ und den Datei­browser des Geräts frei­geben, sonst startet der Kinder­modus nicht. Er ist kostenfrei.

Das finden wir gut. Die Oberfläche ist kindgerecht. Die angebotenen Kinder-Apps, etwa das Malprogramm Bobbys Leinwand sind ansprechend gestaltet. Die meisten Apps kommen ohne Werbung aus, jedoch sind auch Apps der Spiel­zeug­hersteller Lego und Brio zu finden.

Das finden wir nicht so gut. Die Steuerungs­möglich­keiten für die Nutzungs­zeiten könnten vielfältiger sein. Es fehlt die Möglich­keit, eine Sperr­zeit einzurichten, die bei älteren Kindern sinn­voll wäre. Links im Browser führen auf eng­lisch­sprachige Angebote.

Apple Bild­schirm­zeit

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So gehts. Apple bietet keine eigene Kinder­oberfläche. Besitzer eines iPads finden aber in den Einstel­lungen des Geräts den Reiter „Bild­schirm­zeit“, wo sie das Gerät für Kinder anpassen können.

Das finden wir gut. Eltern können unter „Beschränkungen“ genau einstellen, was das Kind mit dem iPad machen darf: etwa, ob es selbst Apps laden darf.

Das finden wir nicht so gut. Es lassen sich keine Profile für mehrere Kinder oder Nutzer anlegen. Wird das iPad von mehreren Anwendern benutzt, muss man die Einstel­lungen jedes Mal wieder anpassen. Der Alters­filter ist nur für Apple-eigene Apps wirk­sam. Für Dritt-Apps, etwa Streaming­dienste oder Mediatheken, wirkt er hingegen nicht.

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Pustekuchen am 08.06.2019 um 17:15 Uhr
Wahn bei Warentest

Als ich diesen Beitrag in "test" 6/2019 sah, war ich ensetzt. Anstatt deutlich vor den Gefahren beim Umgang mit Tablets & Co. von zu jungen Kindern zu warnen, geht Warentest lieber mehr auf anderes ein. Selbst bei einem Bildkommentar wird kräftig Wichtiges verdreht. Zitat: "... Für Augen und Motorik sind Pausen vom Gerät wichtig." Das vermittelt für mich, dass ruhig länger an diesen Geräten "gespielt" werden kann. Ich finde das krank und stehe damit nicht allein. Sind Warentest die Vorbehalte und Warnungen von Ärzten, Psychologen usw. vor zu frühzeitigem Einsatz digitaler Technik denn nicht bekannt? Oder wird das nur ausgeblendet?
Wenn ich den Spruch von der (sehr jungen) Diplom-Sozialpädagogin lese, "Kinder haben ein Recht auf GUTES Aufwachsen und dazu zählt für mich auch die Nutzung neuer Medien..", dann wird mir einfach nur schlecht. Noch naiver (und industrienäher) geht nicht!