test-Kommentar

... zur TV-Option

Das TV-Handy Samsung SGH-P900 kostet 599 Euro. Bei Abschluss eines Debitel-Vertrages über 24 Monate mit T-Mobile, Vodafone, o2 oder E-Plus bezahlen Kunden 199 Euro für das Handy und monatlich mindestens 9,95 Euro für die TV-Option. Das ist viel Geld für wenig Kanäle. Da Debitel auf den DMB-Standard setzt, wird es auch in absehbarer Zeit nicht mehr Sender geben. Grund: die geringe Bandbreite dieses Standards. Das sich noch in der Testphase befindliche DVB-H hat in dieser Hinsicht mehr Potenzial. Das Bild und der Ton des TV-Handys von Samsung sind ordentlich. Lediglich schnelle Bewegungen bringen Probleme mit sich, weil sich Artefakte bilden. Die vier Kanäle lassen sich innerhalb der fünf Städte meist auch in Räumen, im fahrenden Auto und Zug empfangen.

... zum Handy

Die 2 Megapixel-Kamera macht in heller Umgebung überzeugende Bilder. Je dunkler die Umgebung wird, desto schlechter sehen die Fotos aus. Die Videofunktion ist in Ordnung. Bei der Sprachqualität könnte das Hören besser sein. Der Anrufer ist nicht immer klar zu verstehen. Standardfunktionen wie SMS und MMS klappen problemlos, die Bedienung ist einfach. Das Handy macht einen stabilen Eindruck, die Tastatur ist übersichtlich angeordnet und lässt sich gut bedienen. Zwei Dinge stören. Erstens: Die „OK“-Taste führt normalerweise ins Menü, beim Samsung SGH-P900 ist sie mit dem Internet-Zugang belegt. Wer gewohnt ist, diese Taste als Menü-Start zu drücken, wird einige Mal versehentlich im Internet landen. Zweitens: Bei High-Class-Handys wie dem Samsung sollte der Kopfhörer-Ausgang eine klassische Mini-Klinke-Buchse sein. Leider ist nur eine mehrpolige Buchse vorhanden, die spezielle Kopfhörerstecker erfordert.

Fazit:

Wer bei der WM kein Spiel verpassen will und nicht immer die Möglichkeit hat, zu Hause oder in einer Kneipe auf dem Fernseher oder Beamer die Spiele zu schauen, braucht mobile TV-Bilder. Das Samsung SGH-P900 ist eine Möglichkeit, unterwegs Fernsehen zu schauen. Aber es ist auch eine der schlechtesten Lösungen. Das Verbreitungsgebiet ist auf wenige Städte wie Berlin, München oder Stuttgart eingeschränkt. Und ZDF ist der einzige Sender, der für Fußballspiele genutzt werden kann. Hinzu kommt: Gerade bei Fußballspielen stößt das Handy-Display an seine technischen Grenzen: Schon bei optimalem Empfang sind die Spieler kaum zu erkennen. Kommen Artefakte dazu, wie sie bei bewegten Bildern häufig auftreten, ist endgültig Schluss mit dem Fußball-Vergnügen.

Doch es gibt Alternativen. Mehr dazu morgen auf test.de.

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