THG-Quote

Wie E-Mobilisten am THG-Quoten­handel teilnehmen

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E-Auto­besitzer können einge­spartes CO2 an die Mineral­ölindustrie verkaufen. Wie das mithilfe von Dienst­leistern funk­tioniert, zeigt unsere Grafik.

Individuelle Fahr­leistung spielt keine Rolle

Wie viele Kilo­meter ein Elektrofahr­zeug im Jahr zurück­legt, spielt für die Höhe der THG-Prämie keine Rolle. Für jedes E-Auto wird in diesem Jahr pauschal eine handel­bare Einsparung rund 700 kg CO2 angenommen. Wie diese Zahl ermittelt wird, regelt die 38. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Abschnitt 2)

THG-Quote - Mit dem E-Auto Geld verdienen – so gehts

1. E-Mobilisten registrieren sich mit ihrem Fahr­zeug­schein beim Anbieter.
2. Dienst­leister bündelt die Einsparungen, leitet die Fahr­zeug­scheine zum Umwelt­bundes­amt und vermarktet die THG-Zertifikate.
3. Umwelt­bundes­amt prüft, ob das Fahr­zeug anrechen­bar ist und nur einmal zertifiziert wird.
4. Mineral­ölunternehmen müssen die Treib­hausgas-Emissionen der von ihnen in Verkehr gebrachten Kraft­stoffe jähr­lich um einen bestimmten Prozent­satz mindern (THG-Quote).
5. Zoll über­wacht unter anderem, dass jedes Fahr­zeug nur einmal ange­rechnet wird. © Stiftung Warentest / René Reichelt

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Kommentarliste

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

  • jetbiber am 27.10.2023 um 14:09 Uhr
    Re:Bitte keine Unterstützung für Umweltschädigung!

    Bitte folgen Sie dem Gedankengang des Kommentators nicht. Danke.

  • Cayman am 23.10.2023 um 14:21 Uhr
    @kurtgeisel: Einsatz der THG Prämie

    Hallo, ich kann Ihre Kritik verstehen. Auch mir fiel es schwer, mich mit dem Thema anzufreunden. Der Artikel selbst gibt Kritik an diesem Anreizsystem ebenfalls mehreren Absätzen Raum.
    An dieser Stelle lassen sich sicherlich keine Gesetze oder Verordnungen gestalten. Ich selbst war jedoch froh für den Hinweis, dass die von den Haltern nicht beantragten THG Quoten an den Staat (am Ende an uns, die Gesellschaft) fallen und von ihm an Dienstleister verkauft werden sollen/könnten) ("Durchführungsverordnung fehlt"). In diesem Fall entgehen den E-Auto Haltern jedoch Möglichkeiten der Steuerung der Mittelverwendung: Was tun mit der Prämie? Für soziale Zwecke/an Umweltorganisationen spenden? Weiter in eigenes nachhaltiges Agieren investieren (Balkon-PV, Effizienzpumpen, Kauf regionaler Produkte...)? Konsum? Ich für meinen Teil danke test.de für den Bericht. Auch, wenn ich mir einen Marktspiegel seriöser Anbieter gewünscht hätte (dazu s. jedoch StWt Antwort an Jolin0508). MfG

  • Cayman am 23.10.2023 um 10:45 Uhr
    HuK bietet akt. noch 280€

    Guten Morgen liebes Test -Team, soeben prüfte ich online den Status meines THG-Antrages. Bei Logout wurde mir angezeigt "Jetzt 280€ für Ihr E-Auto sichern" und weiter "CO2 Bonus für Alle! Auch ohne HuK-Vetrag". Dies zur Info für Sie und die Leserinnen und Leser. Beste Grüße

  • kurtgeisel am 21.10.2023 um 08:14 Uhr
    Bitte keine Unterstützung für Umweltschädigung!

    Sehr geehrte Redaktion
    Die Inanspruchnahme der THG-Quote für Elektroautos widerspricht der Idee, der Umweltzerstörung Einhalt zu Gebieten. Sie ermöglicht es, an anderer Stelle übermäßige Schäden anrichten zu dürfen - mit rein monetären Ausgleichszahlungen.
    Da die Batterieproduktion für Elektroautos sehr umweltschädlich ist, ist der Nutzen von Elektroautos für die Umwelt eh schon sehr begrenzt. Wenn dann trotzdem noch fossile Brennstoffe verfeuert werden - indirekt über THG-Quote - dann ist es schädlicher als ein klassischer Verbrenner!
    Ich finde es der Stiftung Warentest unwürdig, zu dieser Frevelei auch noch zu beraten. Bitte stellen Sie das ein und löschen die entsprechenden Artikel. Die dadurch freiwerdenden Kapazitäten können Sie sicherlich sinnvoller nutzen.

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 26.07.2023 um 11:13 Uhr
    Liste THG-Dienstleister.

    @Jolin0508: Wir haben die Liste entfernt, da die ersten der Firmen bereits insolvent sind.