THG-Quote Mit dem E-Auto Geld verdienen – so gehts

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THG-Quote - Mit dem E-Auto Geld verdienen – so gehts
Einfach. Mit wenigen Klicks können Interes­sierte ihr E-Auto anmelden und am THG-Quoten­handel teilnehmen. © Adobe Stock / TheSupporter

Halter von E-Autos können einge­spartes CO2 verkaufen und dafür Geld bekommen? Das geht – mithilfe von Dienst­leistern. Wir haben 36 davon geprüft, empfehlen aber nur 14.

THG-Quote Alle Testergebnisse für THG-Prämie

Seit Jahres­beginn können Privatleute, die ein E-Auto besitzen, die sogenannte THG-Prämie erhalten. Sie fließt, wenn der E-Auto­halter einge­sparte CO2-Emissionen verkauft. Bis zu 350 Euro pro Jahr sind drin. Wir erklären, wie Sie vorgehen, um die Prämie zu bekommen. Außerdem zeigen wir auf, welche Anbieter verbraucherfreundliche Vertrags­klauseln haben, wie lang die Auszahlung dauert und wie hoch die Prämie zum Stichtag ausfiel.

Unsere Grafik zeigt außerdem, wie der THG-Quotenhandel funktioniert. Wichtig zu wissen: Die individuelle Fahr­leistung spielt dabei keine Rolle. Für jedes E-Auto wird pauschal eine handel­bare Einsparung von 862 kg CO2 angenommen.

Warum sich der THG-Quoten-Test für Sie lohnt

Test­ergeb­nisse. Sie erfahren, welche 14 THG-Dienst­leister verbraucherfreundliche Verträge haben und welche Anbieter zum Stichtag die höchste Prämie boten.

Tipps und Hintergrund. Wir zeigen, welche E-Mobile eine Chance auf die THG-Prämie haben und sagen, was Sie tun können, wenn Sie Ihre Prämie an eine Umwelt­organisation spenden wollen.

Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten können Sie den Testbe­richt aus Finanztest 10/2022 herunter­laden.

THG-Quote Alle Testergebnisse für THG-Prämie

Förderung für E-Autos

Mindestens 15 Millionen Elektro­autos sollen laut Koalitions­vertrag bis 2030 in Deutsch­land fahren. Um das zu erreichen, müssten pro Monat rund 130 000 E-Autos neu zugelassen werden, so das Deutsche Institut für Wirt­schafts­forschung (DIW). Zwischen Januar und Juli dieses Jahres waren es aber im Schnitt nur 28 011 Autos monatlich. Den Umstieg aufs Elektroauto fördert die Regierung mit entsprechenden Anreizen, etwa Kaufzuschüssen für E-Autos oder einer Kfz-Steuerbefreiung.

Viele Anbieter werben mit zweiter Prämie

E-Mobilisten sollten nicht auf Anbieter reinfallen, die ihnen versprechen, auch der Strom ihrer Wall­box zu Hause sei für den THG-Quoten­handel anrechen­bar, weil etwa in der Ladesäulen­ver­ordnung eindeutige Formulierungen fehlten. Ein Anbieter wirbt zum Beispiel so: „Jeder, der eine Lade­station oder eine Wall­box besitzt, kann diese anmelden und von der THG-Prämie profitieren.“ Man könne die Box leicht als „öffent­lich“ deklarieren und sie als solche bei der Bundes­netz­agentur registrieren. Dafür müsse man nur eine „theoretische Nutzung für Dritte“ nach­weisen. Erste Anbieter stellen privaten Wall­box-Besitzern Prämien von mehreren Hundert Euro in Aussicht.

Für private Wall­boxen keine zweite Prämie

Umweltbundesamt und Bundesnetzagentur haben inzwischen klar gesagt, dass private Wall­boxen nicht am THG-Quoten­handel teilnehmen können. Lade­punkte in Carports, Garagen, Garagen­einfahrten oder auf Freiflächen von Privatpersonen seien grund­sätzlich keine öffent­lich zugäng­lichen Lade­punkte. Die „Öffnung“ einer privat genutzten Ladeein­richtung für wenige Minuten am Tag erfülle nicht den Zweck eines öffent­lichen Lade­punkts. Anträge hierfür erhielt die Bundes­netz­agentur bereits im nied­rigen vierstel­ligen Bereich.

Tipp: Was Lade­stationen für die Garage taugen, klärt unser Wallboxen-Test. Und wie Sie Ihr E-Auto günstig zu Hause laden, erfahren Sie in unserem Autostrom-Tarifvergleich. Wie gut sich Strom­tank­stellen per App finden lassen, zeigt schließ­lich unser Test von Ladesäulen-Apps.

CO2-Steuer: Einfach erklärt

THG-Quote - Mit dem E-Auto Geld verdienen – so gehts

Wie die CO2-Steuer auf Erdgas, Heizöl, Benzin oder Diesel funk­tioniert, lesen Sie in unserem Special CO2-Steuer: Einfach erklärt.

THG-Quote Alle Testergebnisse für THG-Prämie

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36 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 30.09.2022 um 11:44 Uhr
Ladeeinrichtung auf privatem Grund

@alle: Bitte lesen Sie die Informationen der Bundesnetzagentur, das Protokoll des Bundesrates zum Hintergrund der Zweiten Verordnung zur Änderung der Ladesäulenverordnung sowie die Veröffentlichung des Umweltbundesamtes. Die Bundesnetzagentur führt an der folgenden Stelle aus, dass Ladepunkte in Carport, Garagen, Garageneinfahrten und auf sonstigen Parkflächen von Privatpersonen grundsätzlich keine öffentlich zugänglichen Ladepunkte sind:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/Ladep_Form/StartNEU/node.html

Der Bundesrat verweist in der Bundesdrucksache 406/21 auf Seite 18 auf den Zweck der Neuregelung hin:
"Es soll eine möglichst breite Anwendung des punktuellen Aufladens (§ 4 LSV) gewährleistet werden. ... Ladepunkte, die als privat gekennzeichnet sind oder sich auf Carports, Garageneinfahrten oder sonstigen Parkflächen von Privatpersonen (natürlichen Personen) befinden, sind keine öffentlich zugänglichen Ladepunkte. ..."
www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2021/0401-0500/406-21.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Das Umweltbundesamt weist in seiner Mitteilung vom 19.8.2022 ausdrücklich darauf hin, dass die Öffnung "der privat genutzten Ladeeinrichtung für wenige Minuten am Tag"..."den Sinn und Zweck einer öffentlichen Ladeeinrichtung offenkundig nicht" erfüllt. ...
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/366/dokumente/20220819_vollzug_38._bimschv_klarstellung_oeffentliche_zugaenglichkeit_uba.pdf

Kanzlei_Berlin am 30.09.2022 um 10:22 Uhr
Wallboxprämie: Falschmeldung durch Warentest

Zitat Warentest "Wer eine Ladeeinrichtung auf dem privaten Grund betreibt und die THG-Prämie beantragen will, muss für die Zugänglichkeit des Ladepunktes für Öffentlichkeit sorgen. Rein private Ladestationen auf Freiflächen erfüllen diese Vorgabe nicht."
Woher entnehmen Sie diese Aussage? Die Bundesnetzagentur schreibt:
Parkflächen von Privatpersonen
Sollte ein privater Ladepunkt dennoch öffentlich zugänglich gemacht werden, muss für potentielle Nutzer erkennbar sein, dass es sich bei dem Ladepunkt um einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt handelt (z. B. durch Veröffentlichung im Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur oder durch gut sichtbare Kennzeichnung am Ladepunkt oder in dessen unmittelbarer räumlicher Nähe).
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/FAQ/start.html
Ich finde es erschreckend, mit wie wenig fachlichem Sachverstand diese Thematik von Ihnen behandelt wird.

Profilbild Stiftung_Warentest am 29.09.2022 um 15:24 Uhr
Carbonify

@Bertogon: Carbonify gehört zu den Anbietern, die unseren Fragenkatalog nicht beantwortet haben.

Bertogon am 29.09.2022 um 15:03 Uhr
Carbonify

In Heft 3/2022 wurde Carbonify (carbonify.eu, inzwischen wohl auf carbonify.de umgestellt) als Anbieter genannt. Warum taucht Carbonify jetzt nicht mehr auf?
Wir haben aufgrund des Artikels in Heft 3/2022 ein Fahrzeug bei Carbonify registriert, laut deren Webseite ist das auch beim UBA eingereicht (ohne Datumsangabe). Inzwischen gibt es viele negative Kommentare zu Carbonify. Was empfehlen Sie? Kündigung zum 31.12.2022 (noch bevor eine eventuelle Zahlung erfolgt ist)?

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.09.2022 um 14:44 Uhr
THG Quote / Pedelecs

@bikipedia: Grundsätzlich gilt, dass wenn man eine Zulassungsbescheinigung hat, man theoretisch die THG-Prämie beantragen kann. Es war jedoch nicht das Ziel des Gesetzgebers E-Bikes mit in den THG-Handel einzubeziehen.
Die Dienstleister handeln die Preise für den Verkauf der THG-Quoten mit der Mineralölindustrie individuell (oder wiederum über weitere Dienstleister) aus. Einen Teil des Verkaufserlöses behalten sie dann ein. Dieser Teil unterscheidet sich je nach Kostenstruktur und Gewinnmarge. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Prämien für die CO2 Einsparung.