THG-Quote Mit dem E-Auto Geld verdienen – so gehts

49
THG-Quote - Mit dem E-Auto Geld verdienen – so gehts
Einfach. Mit wenigen Klicks können Interes­sierte ihr E-Auto anmelden und am THG-Quoten­handel teilnehmen. © Adobe Stock / TheSupporter

Halter von E-Autos können einge­spartes CO2 verkaufen und dafür Geld bekommen? Das geht – mithilfe von Dienst­leistern. Wir haben 36 davon geprüft, empfehlen aber nur 14.

THG-Quote Alle Testergebnisse für THG-Prämie

Seit Jahres­beginn können Privatleute, die ein E-Auto besitzen, die sogenannte THG-Prämie erhalten. Sie fließt, wenn der E-Auto­halter einge­sparte CO2-Emissionen verkauft. Bis zu 350 Euro pro Jahr sind drin. Wir erklären, wie Sie vorgehen, um die Prämie zu bekommen. Außerdem zeigen wir auf, welche Anbieter verbraucherfreundliche Vertrags­klauseln haben, wie lang die Auszahlung dauert und wie hoch die Prämie zum Stichtag ausfiel.

Unsere Grafik zeigt außerdem, wie der THG-Quotenhandel funktioniert. Wichtig zu wissen: Die individuelle Fahr­leistung spielt dabei keine Rolle. Für jedes E-Auto wird pauschal eine handel­bare Einsparung von 862 kg CO2 angenommen.

Warum sich der THG-Quoten-Test für Sie lohnt

Test­ergeb­nisse

Sie erfahren, welche 14 THG-Dienst­leister verbraucherfreundliche Verträge haben und welche Anbieter zum Stichtag die höchste Prämie boten.

Tipps und Hintergrund

Wir zeigen, welche E-Mobile eine Chance auf die THG-Prämie haben und sagen, was Sie tun können, wenn Sie Ihre Prämie an eine Umwelt­organisation spenden wollen.

Heft­artikel als PDF

Nach dem Frei­schalten können Sie den Testbe­richt aus Finanztest 10/2022 herunter­laden.

THG-Quote Alle Testergebnisse für THG-Prämie

Förderung für E-Autos

Mindestens 15 Millionen Elektro­autos sollen laut Koalitions­vertrag bis 2030 in Deutsch­land fahren. Um das zu erreichen, müssten pro Monat rund 130 000 E-Autos neu zugelassen werden, so das Deutsche Institut für Wirt­schafts­forschung (DIW). Zwischen Januar und Juli dieses Jahres waren es aber im Schnitt nur 28 011 Autos monatlich. Den Umstieg aufs Elektroauto fördert die Regierung mit entsprechenden Anreizen, etwa Kaufzuschüssen für E-Autos oder einer Kfz-Steuerbefreiung.

Viele Anbieter werben mit zweiter Prämie

E-Mobilisten sollten nicht auf Anbieter reinfallen, die ihnen versprechen, auch der Strom ihrer Wall­box zu Hause sei für den THG-Quoten­handel anrechen­bar, weil etwa in der Ladesäulen­ver­ordnung eindeutige Formulierungen fehlten. Ein Anbieter wirbt zum Beispiel so: „Jeder, der eine Lade­station oder eine Wall­box besitzt, kann diese anmelden und von der THG-Prämie profitieren.“ Man könne die Box leicht als „öffent­lich“ deklarieren und sie als solche bei der Bundes­netz­agentur registrieren. Dafür müsse man nur eine „theoretische Nutzung für Dritte“ nach­weisen. Erste Anbieter stellen privaten Wall­box-Besitzern Prämien von mehreren Hundert Euro in Aussicht.

Für private Wall­boxen keine zweite Prämie

Umweltbundesamt und Bundesnetzagentur haben inzwischen klar gesagt, dass private Wall­boxen nicht am THG-Quoten­handel teilnehmen können. Lade­punkte in Carports, Garagen, Garagen­einfahrten oder auf Freiflächen von Privatpersonen seien grund­sätzlich keine öffent­lich zugäng­lichen Lade­punkte. Die „Öffnung“ einer privat genutzten Ladeein­richtung für wenige Minuten am Tag erfülle nicht den Zweck eines öffent­lichen Lade­punkts. Anträge hierfür erhielt die Bundes­netz­agentur bereits im nied­rigen vierstel­ligen Bereich.

Tipp: Was Lade­stationen für die Garage taugen, klärt unser Wallboxen-Test. Und wie Sie Ihr E-Auto günstig zu Hause laden, erfahren Sie in unserem Autostrom-Tarifvergleich. Wie gut sich Strom­tank­stellen per App finden lassen, zeigt schließ­lich unser Test von Ladesäulen-Apps.

CO2-Steuer: Einfach erklärt

THG-Quote - Mit dem E-Auto Geld verdienen – so gehts

Wie die CO2-Steuer auf Erdgas, Heizöl, Benzin oder Diesel funk­tioniert, lesen Sie in unserem kostenfreien Special CO2-Steuer: Einfach erklärt.

THG-Quote Alle Testergebnisse für THG-Prämie

49

Mehr zum Thema

49 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

flo232017 am 20.01.2023 um 16:18 Uhr
Co²-Zertifikate verbrennen!

Martin Sonneborn macht es vor:
https://invidious.weblibre.org/watch?v=6TbJLlsMD9U

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.01.2023 um 10:56 Uhr
So haben wir getestet

@carlosandres: Wir informieren unsere Leser und Leserinnen vor dem Kauf über die Anbieter, die im Test vertreten sind. Deren Namen sind unter Testergebnisse bereits vor dem Bezahlen zu sehen. Wer Testergebnisse zu einem Anbieter sucht und diesen hier nicht findet, weiß, dass er zu diesem keine Detailergebnisse über den Kauf bekommt.
Wir haben uns dazu entschieden, nur die Bedingungen vertieft zu testen, die unsere Mindestkriterien an ein verbraucherfreundliches Angebot erfüllen. Es gibt 14 Anbieter, die unsere Mindestkriterien erfüllen. Damit ist es Verbrauchern möglich, mit dem Kauf des Tests einen empfehlenswerten Anbieter zu finden.

Es ist fraglich, welchen Nutzwert eine Veröffentlichung von Detailergebnissen zu Anbietern hat, deren Tarife wir nicht empfehlen.

Die Erfüllung von Mindestkriterien für die Aufnahme in einen Test ist unseren Lesern und Leserinnen auch aus anderen Untersuchungen bekannt, z.B. aus Tests zu Versicherungen.

carlosandres am 30.12.2022 um 16:49 Uhr
decepción!

Anstelle eines gut recherchierten Artikels mit weitergehenden Informationen zu den Anbietern habe ich für 4,90 € ein paar Seiten mit Informationen gezahlt, die ich bisher schon ohne Bezahlung und ohne Mühen im Netz gefunden habe. In dem Artikel werden fast 2/3 der „untersuchten“ Anbieter mit einem pauschalen Hinweise auf Mängel in den Geschäftsbedingungen von der weiteren Bewertung ausgeschlossen. Sie verwehren mir damit die Möglichkeit einer eigenen und fundierten Entscheidung. Damit verstoßen sie gegen den in ihrer Satzung formulierten Stiftungszweck. Ich fühle mich von Ihnen im Kleinen betrogen. Sie haben mir das redaktionelle Äquivalent eines mit Gold angemalten Ziegelsteins verkauft. Damit unterscheiden Sie sich in meinen Augen kaum noch von den vielen anderen sogenannten Testportalen im Netz, bei denen man sich schnell denken kann, von welcher Interessengruppe sie betrieben werden.
Sehr schade.

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.12.2022 um 10:20 Uhr
Geld-fuer-eAuto

@Knothe: Geld-fuer-eAuto hat zum Stichtag der Untersuchung, dem 1.7.2022, in seinen AGB eine Klausel verwandt, die das Risiko, dass die THG-Quote sich nicht verkaufen ließe, auf den Verbraucher übertrug: "... Sollte es dem Anbieter nicht möglich sein, die abgetretene THG-Quote zu verkaufen, hat der Nutzer keinen Anspruch auf Vergütung. ..."
Nach Information von Geld-fuer-eAuto soll diese Klause zwischenzeitlich aus den AGB gestrichen worden sein. Wir bitten Sie, das noch einmal konkret nachzuprüfen.

Knothe am 30.11.2022 um 17:28 Uhr
So haben wir getestet

Wenn schon mehr als die Hälfte der Anbieter die Mindestkriterien nicht erfüllen, wäre es dann nicht sinnvoll für jeden Anbieter auch den Grund zu nennen?
Vielleicht wurde in der Zwischenzeit die AGBs geändert, oder etwas anderes.
Mich würde auch der Grund interessieren, warum Geld-für-eauto rausgeflogen ist!