T-Aktie Meldung

Diese Anzeige schaltete die Gesellschaft am 26. Juli in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Telekom-Aktionäre sollten sich nicht der „Interessengemeinschaft Volksklage T-Aktie“ anschließen. Mit reißerischen Slogans wie etwa „Volksverdummung! Schluss damit!“ wirbt der Initiator der Interessengemeinschaft, das Prüfinstitut für Bauökonomie Gesellschaft für Objektanalyse, Kostenanalyse, Qualitätskontrolle mbH in Tageszeitungen. Auf seiner Internetseite geht das Un­ternehmen dann ins Detail: Insgesamt sieben Klagen strebe die Interessenge­meinschaft an, unter anderem gegen die Bundesrepublik Deutschland und die Analysten der Emissionshäuser.

„Ganz so einfach, wie auf der Homepage dargestellt, ist die Materie nicht“, kritisiert Rechtsanwalt Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK). Er moniert, dass die Aussage „Die Rechtsschutzversicherer müssen die Klagen bezahlen“ so pauschal formuliert falsch ist. In Anlegerschutzkreisen war die Interessengemeinschaft bislang nicht bekannt. Weder die SdK noch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kannten das Prüfinstitut. Seltsam, wo doch das Unternehmen in der Anzeige mit seiner Erfahrung wirbt: „Seit Jahren erfolgreich im Einsatz für Geschädigte“, heißt es hier. Ein Blick ins Handelsregister zeigt jedoch, dass das Prüfinstitut unter seinem Namen erst seit dem 1. August 2002 eingetragen ist. Vorher firmierte es unter Montana Immobilien Consulting GmbH – einer Gesellschaft, die laut Handelsregister nichts mit Wertpapieranlagen zu tun hatte. Auf Nachfragen von uns reagierte das Prüfinstitut nicht.

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