Die rund 9.000 Kunden des Onlinebrokers Systracom brauchen sich trotz drohender Zahlungsunfähigkeit im Grunde keine Sorgen um ihr Vermögen zu machen. Die in den Bankdepots lagernden Wertpapiere gehören den Kunden. Gläubiger haben keinen Zugriff. Ein Problem kann allerdings sein, dass Aktien zwischenzeitlich an Wert verlieren. Das Aufsichtsamt hat der Bank verboten, einzelne Aufträge auszuführen. Bei Kurseinbrüchen sind den Aktionären also die Hände gebunden. Es bleibt ihnen nur, ihr Depot komplett auf eine andere Bank zu übertragen, was freilich einige Wochen dauern kann.

An Geld auf Girokonten, Sparkonten und anderen Konten kommen die Systracom-Kunden derzeit gar nicht heran. Angst um ihr Vermögen müssen sie dennoch nicht haben. Es ist durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken gesichert. Die Entschädigung beträgt maximal 3 Millionen Mark pro Anleger. Wann der Entschädigungsfall eintritt, bestimmt das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. Bei Redaktionsschluss war die Zukunft von Systracom noch ungewiss. Möglich schien auch eine Übernahme durch ein anderes Finanzinstitut. Egal, wie es weitergeht, Anleger brauchen sich um nichts zu kümmern: Falls Systracom endgültig dicht macht, werden sie vom Bundesverband deutscher Banken automatisch benachrichtigt. Ein Sprecher sagt, im Idealfall sei der Schaden dann in zehn bis vierzehn Tagen abgewickelt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 53 Nutzer finden das hilfreich.