Vor einer aktuellen Zunahme der Syphilis-Erkrankungen in Berlin und großstädtischen Regionen in Hessen und Baden-Württemberg warnt das Robert- Koch-Institut. Die Dunkelziffer sei sehr hoch. Wegen der Gefahr eines Übergreifens in andere Ballungsräume sollten verdächtige Symptome nicht übersehen werden: Ein offenes, aber schmerzfreies kleines Geschwür tritt einige Tage nach der Infektion auf. Es sitzt an der Eintrittsstelle wie Genitalien, Anus oder Mund auf, ist leicht mit Herpes zu verwechseln und streut hochinfektiös aus. Nach 7 Wochen treten Lymphknotenschwellungen auf, es folgen unterschiedliche Hauterscheinungen, meist an den Innenseiten der Hände und Füße.

Spätfolgen sind oft uncharakteristisch und lebensbedrohlich. Über Hautdiagnosen ist die Syphilis nicht immer zu entdecken. Nur Bluttests ermöglichen sichere Diagnosen. Bluttests sind Risikofreudigen mindestens halbjährlich zu empfehlen. Syphilis erhöht das Risiko von Infektionen und Aids deutlich.

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