Fast 3 700 Fälle von Syphilis wurden 2011 in Deutsch­land gemeldet – laut Robert-Koch-Institut der höchste Wert seit zehn Jahren. Mit 4,5 Infektionen auf 100 000 Einwohner stiegen die Fall­zahlen im Vergleich zu 2010 um 22 Prozent. Die meisten Erkrankungen wurden in Köln, Frank­furt/Main und Berlin registriert. Haupt­infektions­quelle war Sex zwischen Männern. Männer erkrankten auch 14-mal häufiger als Frauen. Die steigenden Zahlen belegen, wie wichtig eine früh­zeitige Diagnose und Behand­lung ist. Syphilis verläuft in mehreren Stadien. Über winzige offene Stellen an Genitalien, Anus oder Mund treten die Erreger ein und bilden dort ein kleines, meist schmerzloses Geschwür. Im zweiten Stadium kann es zu Fieber, geschwollenen Lymph­knoten, Haut­ausschlag und Haar­ausfall kommen. Nach Jahren können sich die Erreger im ganzen Körper ausbreiten und auch innere Organe befallen. Eine Syphilis wird mit Penizillin behandelt. Kondome helfen, sich vor einer Anste­ckung zu schützen.

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