So haben wir getestet

Im Test: 15 Suppen aus dem Kühl­regal mit einem Inhalt von 400 bis 500 ml. Acht sind Tomaten- , sieben Linsen­suppen, unter ihnen 6 Bio-Produkte. Einge­kauft haben wir die Produkte im Juni und Juli 2019. Alle Ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem angegebenen Mindest­halt­barkeits­datum. Die Preise ermittelten wir durch Befragung der Anbieter im November 2019.

Sensorische Beur­teilung: 45 %

Wir bereiteten alle Suppen nach Packungs­hinweisen am Mindest­halt­barkeits­datum oder einen Tag zuvor zu. Wurde die Zubereitung direkt in der Verpackung empfohlen, wurde das auch so durch­geführt. 14 Suppen erwärmten wir im Becher, eine im Topf. Alle wurden warm, unter gleichen Bedingungen und anonymisiert von fünf geschulten Prüf­personen beur­teilt in Anlehnung an Methode L 00.90–11/1–2 der Amtlichen Samm­lung von Unter­suchungs­verfahren (ASU) nach Paragraf 64 Lebens­mittel- und Futtermittel­gesetz­buch (LFGB). Die Prüfer beur­teilten Aussehen, Geruch, Geschmack, Textur, Mund­gefühl und Konsistenz der Suppen. Das Aussehen wurde auch in kaltem Zustand beur­teilt. Aus den Einzel­ergeb­nissen wurde ein Konsens erarbeitet. Er war Basis für die Bewertung.

Schad­stoffe: 15 %

Die Analyse der Schad­stoffe erfolgte aus den zubereiteten Suppen. Wir prüften auf Weichmacher, Pflanzen­schutz­mittel, Kadmium, Blei, Arsen sowie auf Mineral­ölbestand­teile (Mosh und Moah). In den Linsen­suppen wurde zusätzlich der Alumini­umgehalt bestimmt. Moah, kritische Weichmacher und Arsen fanden wir nicht. Folgende Methoden haben wir einge­setzt:

  • Weichmacher: LC-MS/MS
  • Pflanzen­schutz­mittel: DIN EN 15662: 2018
  • Kadmium, Arsen, Blei: nach Aufschluss mittels DIN EN 13805: 2014 Messung nach DIN EN 15763: 2010
  • Mineral­ölbestand­teile: in Anlehnung an DIN EN 16995: 2017

Mikrobiologische Qualität: 10 %

Wir prüften gemäß ASU auf die Gesamt­keimzahl sowie auf krankmachende und Verderb­niskeime – aus einer Packung bei Proben­eingang und je drei Packungen am Mindest­halt­barkeits­datum oder maximal zwei Tage zuvor. Krankmachende Keime fanden wir nicht, Verderbniser­reger nur in unkritischen Mengen. Folgende Methoden haben wir einge­setzt:

  • Aerobe mesophile Koloniezahl (Gesamt­keimzahl): DIN EN ISO 4833–2: 2014
  • Escherichia coli: ASU L 00.00–132/1: 2010
  • Salmonellen: ASU L 00.00–20: 2018
  • Listeria mono­cytogenes: ASU L 00.00–22: 2018
  • Bacillus cereus: ASU L 00.00–33: 2006
  • Enterobakterien: ASU L 00.00–133/2: 2018
  • Koagulase-positive Staphylokokken: ASU L 00.00–55: 2004
  • Hefen und Schimmelpilze: ISO 21527–1: 2008
  • Clostridium perfringens: ASU L 00.00–57: 2006

Ernährungs­physiologische Qualität: 10 %

Wir begut­achteten pro Produkt eine Packung (entspricht einer Portion) als Haupt­mahl­zeit für Jugend­liche (15 bis unter 19 Jahre), Erwachsene (25 bis unter 51 Jahre) und Senioren (65 Jahre und älter). Wir bewerteten den im Labor ermittelten Energie-, Kochsalz- und Protein­gehalt, den Gehalt an gesättigten Fett­säuren sowie bei Linsen­suppen den Ballast­stoff­gehalt. Bewertungs­grund­lage waren für die jeweilige Alters­gruppe die D-A-CH-Referenz­werte für die Nähr­stoff­zufuhr der Deutschen Gesell­schaft für Ernährung. Voraus­gesetzt wurden eine durch­schnitt­liche Energiezufuhr und eine geringe körperliche Aktivität.

Nutzerfreundlich­keit der Verpackung: 5 %

Drei Experten prüften, wie sich die Suppenpackungen öffnen, entnehmen und wieder­verschließen lassen. Ergänzend bewerteten wir die Materialkenn­zeichnung, Entsorgungs- und Recycling­hinweise.

Deklaration: 15 %

Wir beur­teilten, ob die Angaben auf der Verpackung – wie im Lebens­mittel­recht vorgeschrieben – voll­ständig und korrekt sind. Wir prüften zudem Zubereitungs- und Lagerungs­hinweise und Portions­angaben. Drei Experten bewerteten die Lesbarkeit und Über­sicht­lich­keit der Angaben.

Weitere Unter­suchungen

Wir prüften unter anderem auf Glutamat und ob als gluten – und laktosefrei gekenn­zeichnete Produkte der Kenn­zeichnung entsprachen, ebenso ob vegan gekenn­zeichnete Produkte laktosefrei waren. Alle Produkte entsprachen den Auslobungen.

  • Gliadin/Gluten: mittels ELISA
  • Laktose in laktosefrei oder vegan ausgelobten Produkten: mittels LC-MS/MS

Folgende Para­meter haben wir ebenfalls geprüft:

  • Trockenmasse/Wasser­gehalt: in Anlehnung an ASU L 06.00–3: 2014
  • Gesamt­fett: in Anlehnung an ASU L 06.00–6: 2014
  • Fett­säurespektrum: gemäß Methode C-VI 10a / 11d: 2016 / 2019 der Deutschen Gesell­schaft für Fett­wissenschaft
  • Buttersäure­methylester/Milch­fett bei Produkten mit Sahne oder anderen Milch­produkten im Zutaten­verzeichnis: in Anlehnung an ASU L 17.00–12: 1999
  • Rohprotein: in Anlehnung an ASU L 06.00–7: 2014
  • Asche: in Anlehnung an ASU L 06.00–4: 2017
  • Chlorid/Kochsalz: in Anlehnung an ASU L 07.00–5/1: 2010
  • Natrium/Kochsalz: nach Aufschluss mittels DIN EN 13805: 2014 Messung in Anlehnung an ASU L 00.00–144: 2013
  • pH-Wert: elektrome­trisch
  • Zucker: in Anlehnung an ASU L 40.00–7: 2019
  • Ballast­stoffe bei Linsen­suppen: gemäß ASU L 00.00–18: 2017
  • Glutaminsäure: in Anlehnung an ASU L 07.00–17: 2017
  • Kohlenhydrate: Berechnung; physiologischer Brenn­wert Berechnung gemäß Lebens­mittel­informations­ver­ordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV)

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertung haben wir einge­setzt: Wenn die Ernährungs­physiologische Qualität ausreichend oder schlechter war, wurde das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note abge­wertet.

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