Suntour-Federsattelstützen Meldung

Suntour startet eine groß angelegte Rückrufaktion. Rund 50 000 Besitzer von Parallelogramm-Sattelstützen der Typen SR Suntour SP-NEX-D, SP-NCX-D2 und SP-NCX-D3 sollen beim Fahrradhändler den Bolzen, der den Sattel hält, austauschen lassen. Grund: In knapp 200 Sattelstützen kam ein Bolzen zum Einsatz, dessen Material zu spröde ist und der bei bestimmten Belastungen brechen kann. In solchen Fällen droht dem Fahrer ein unter Umständen folgenschwerer Sturz. Trotz der geringen Zahl der fehlerhaften Bolzen sei es bereits zu Unfällen gekommen, berichtete Suntour.

Montage in Minuten

Suntour-Federsattelstützen Meldung

Die vom Rückruf betroffenen Sattelstützen sind daran zu erkennen, dass der Bolzen, der den Sattel hält, ohne Unterlegscheibe montiert ist. Wer eine solche Sattelstütze hat, sollte nicht mehr mit dem Rad fahren. Händler mit Suntour-Sattelstützen im Angebot tauschen den Bolzen vorsichtshalber gegen eine neue Schraube aus. Die Montage dauert nur wenige Minuten.

Bauteil unter Belastung

Laut Suntour hat den Rückruf ein Zulieferer zu verantworten. Er habe ohne den Hersteller zu informieren einen geänderten Bolzen geliefert, der den im Fahrbetrieb möglichen Belastungen nicht auf Dauer gewachsen ist. Bei den Suntour Parallelogramm-Sattelstützen wird der Sattel von einem einzigen Bolzen gehalten. Je nach Montage, Eigenheiten des Sattels, des Fahrrads und seines Fahrers unterliegt er beim Fahren hohen, bei jedem Pedaltritt wechselnden Belastungen.

Schadenersatz und Schmerzensgeld

Wenn ein Produktfehler wie der Einsatz des ungeeigneten Bolzens an einigen Suntour-Sattelstützen zu einem Sturz mit Verletzungen führt, hat der Hersteller dem Fahrer Schadenersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld zu zahlen. Ein Verschulden des Herstellers muss der Unfallfahrer nicht nachweisen. Feststehen muss nur, dass der fehlerhafte Bolzen Ursache für den Sturz war.

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