Süße Snacks Meldung

Kinder werden immer dicker. Ein Grund: Sie essen gern Süßes – auch zwischendurch. Und oft meinen Eltern sogar, ihren Kindern Gutes zu tun. Denn süße Snacks kommen scheinbar gesund daher, wenn ein Glas Milch die Verpackung ziert. Tatsächlich ist meist wenig Milch enthalten, dafür aber reichlich Fett und Zucker, also Kalorien.

Zum Beispiel der viel beworbene Milch­snack von Leibniz, auf dessen Schachtel gleich ein ganzer Krug voll Milch prangt. Der Snack enthält Milchpulver – laut Zutatenliste rund 11 Prozent. Das macht laut Nährwerttabelle umgerechnet 2 bis 3 Esslöffel Milch pro Doppelkeks á 25 Gramm. Dafür handelt man sich zugleich etwa 7 Gramm Fett ein und rund 130 Kilokalorien. Zum Vergleich: Ein ganzes Glas mit 200 Milliliter teilentrahmter Milch (1,5 Prozent) hat 3 Gramm Fett und rund 100 Kilokalorien. Über den tatsächlichen Milchgehalt steht nichts auf der Keksschachtel, ebensowenig die Fett- und Kalorienwerte. Die erfährt der interessierte Verbraucher nur, wenn er die Hotline der Firma anruft.

Auf den Verpackungen ähnlicher Produkte sind manchmal Nährwerte und Kalorien in Prozent angegeben. Um zu wissen, wie viel das pro Keks oder Riegel ausmacht, müsste man den Taschenrechner bemühen. Vorausgesetzt man weiß, wie viel ein Riegel wiegt. Was aber selten angegeben wird.

Fazit: Auf allen Packungen Nährwertangaben pro 100 Gramm, dazu noch Gewichts- und Kalorienangaben pro Portion – das wäre ein Weg, allzu üppigen Kalorienfallen zu entgehen. Und wenn schon auf der Verpackung Gesundes suggeriert wird, dann sollten konkrete Daten über die tatsächlichen Gehalte aufklären.

Dieser Artikel ist hilfreich. 296 Nutzer finden das hilfreich.