Besser suchen – Privatsphäre schützen

So klappt der Umstieg

Welches Portal Ihr Browser als Stan­dard­such­maschine nutzt, können Sie selbst fest­legen.

Zu Start­page wechseln. Wenn Sie am PC mit dem Browser Chrome surfen, müssen Sie zuerst rechts oben im Chrome-Fenster auf die drei Punkte klicken und dann auf „Einstel­lungen > Such­maschinen verwalten > Hinzufügen“. Im sich öffnenden Fenster schreiben Sie in die ersten zwei Zeilen „Start­page“ und in die dritte „https://www.start­page.com/do/dsearch?query=%s“.

Per Adress­zeile suchen. Dann klicken Sie auf „Hinzufügen“, scrollen in der Liste „Andere Such­maschinen“ bis zum eben erstellten Eintrag und klicken auf die drei Punkte direkt daneben. Wählen Sie die Option „Als Stan­dard fest­legen“. Von nun an laufen alle Such­anfragen, die Sie in die Adress­zeile von Chrome eintippen, über Start­page.

Ergeb­nisse filtern

Sie wollen wissen, wie US-Medien über eine gestrige Rede von Donald Trump berichten? Testsieger Start­page hat zwar keine separate News-Suche, findet aber über die allgemeine Suche viele aktuelle Berichte, wenn Sie ein paar Einstel­lungen anpassen.

Land und Sprache ändern. Suchen Sie auf Start­page nach „Trump“ und klicken Sie dann auf den Reiter „Erweitert“. Auf der sich öffnenden Seite wählen Sie bei „Sprache“ Eng­lisch aus und bei „Land“ die Vereinigten Staaten. Bestätigen Sie die Auswahl mit dem Button „Suche“. In der nun erscheinenden Ergeb­nisliste stellen Sie von „Beliebige Zeit“ um auf „Letzte 24 Stunden“. That‘s it!

Wieder auf Deutsch suchen. Soll Ihre nächste Such­anfrage wieder deutsche Ergeb­nisse bringen, müssen Sie die Einstel­lungen entweder zurück­setzen oder die Start­seite der Such­maschine neu aufrufen.

Filterblase meiden

Inkognito. Dieser Modus stärkt die Privatsphäre.

Google personalisiert Sucher­gebnisse manchmal, basierend auf Ihren Interessen. Sie können dagegen etwas tun.

Variante 1: Chrome-Inkognitomodus akti­vieren. Das machen Sie mit der Tasten­kombination Strg+Umschalt­taste+N – und verzichten beim Suchen aufs Anmelden in Ihrem Google-Konto.

Variante 2: Einstel­lungen ändern. Sie bleiben im Stan­dard­modus und loggen sich bei Google ein. Klicken Sie dann in einer Sucher­gebnis-Liste auf „Einstel­lungen > Suchein­stel­lungen > Private Ergeb­nisse > Keine privaten Ergeb­nisse verwenden > Speichern“.

Such­verlauf löschen

Google speichert alle Such­anfragen, die Sie jemals gestellt haben, während Sie in Ihr Google-Konto einge­loggt waren. Sie können diese Daten aber löschen. Das geht auf myactivity.google.com mit der Schalt­fläche „Aktivitäten löschen nach“. Laut Google wird der Such­verlauf dadurch auch von den Servern des Konzerns entfernt.

Suchen mit Kinder­sicherung

Bis auf Metager und T-Online boten beim Test alle Portale Funk­tionen, die pornogra­fische und gewalt­tätige Seiten ausblenden, um Kinder zu schützen. Bei Start­page finden Sie diese Filter unter „Suchein­stel­lungen“: Hier sollte der Video-Familien­filter akti­viert sein. Wählen Sie zusätzlich im separaten Punkt „Familien­filter“ die Option „Alle Ergeb­nisse filtern“ und speichern Sie diese Einstel­lungen.

Gelöschte Inhalte finden

Zeitreise. So sah die Seite der SZ nach dem WM-Sieg aus.

Was gab es eigentlich auf schle­cker.de zu sehen, bevor die Drogeriekette Insolvenz anmeldete? Und wie berichtete die Seite der Süddeutschen Zeitung, als „wir“ im Juli 2014 Welt­meister wurden? Gelöschte und über­schriebene Inhalte finden Sie oft mithilfe des eng­lisch­sprachigen Portals archive.org/web/.

„Erst mal sehn, was Google hat“

So lautete die Über­schrift unseres ersten Suchmaschinen-Tests aus dem Jahr 2001. „Suchen will gelernt sein, hieß es bisher. Google macht damit Schluss. Diese Such­maschine ist ganz einfach zu bedienen“, staunte die test-Redak­tion damals. „Das einzige, was sie dem Nutzer abver­langt: Er muss ein oder besser noch zwei passende Wörter für seine Anfrage eingeben.“ Das war damals revolutionär: Kein Herum­probieren mit Booleschen Operatoren (logischen Verknüpfungen)! Kein Katalog! Keine Pop-up-Fenster! Keine Werbung! (Die kam dann in ausgeklügelterer Form...) Lesen Sie hier, was die Stiftung Warentest 2001 zum Thema Suchmaschinen schrieb.

Was Sie gegen den Daten­hunger der Konzerne tun können

In vorherigen Veröffent­lichungen haben wir gezeigt, was Google über Nutzer weiß und welche Daten Firmen inner­halb eines einzigen Tages am Handy abgreifen. Was Sie gegen diesen Daten­hunger unternehmen können, erklären wir in unserem Test von Tracking-Blockern und den Tipps zum Schutz Ihrer Privatsphäre im Netz.

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