Suchmaschinen Meldung

Missliche Suche: Wer bei Google „Versandrollen“ für Poster sucht, ­bekommt auch diesen Link auf www.v-shoppingbot.de. Dort ­werden Kleidungsstücke verkauft.

Suchmaschinen sind die Torwächter im Internet – was sie nicht finden, bleibt vielen verborgen. Doch immer häufiger sind unter den Suchergebnissen Web­sites, die mit der Suchanfrage überhaupt nichts zu tun haben.

Auf diese Weise werden beispielsweise Kinder und Jugendliche im Internet mit jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert. Möchte sich zum Beispiel ein Kind mithilfe der Suchmaschine Google über die angemessene Höhe seines Taschengeldes informieren und gibt das Suchwort „Taschengeld“ ein, erhält es unter den ersten 20 Suchergebnissen gleich drei Links zu erotischen Internetseiten.

57 Prozent der deutschen Suchmaschinen-Betreiber registrierten im Jahr 2002 eine starke Zunahme von manipulierten Angaben, mit denen Websiteanbieter Top-Platzierungen in den Ergebnislisten erzielen wollen. Das hat eine Studie der Bertelsmann Stiftung ergeben. 25 Prozent der Betreiber verzeichneten immerhin eine leichte Steigerung. Die Anbieter von Internetseiten wollen so die Aufmerksamkeit der Suchmaschinennutzer erreichen, die im Internet eigentlich nach ganz anderen Inhalten gesucht haben.

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