Suchmaschinen Meldung

Die Bildersuchfunktion von Google verstößt nicht gegen das Urheberrecht. Das hat der Bundesgerichtshof bekräftigt (Az. I ZR 140/10). Damit darf Google weiterhin Vorschaubilder anzeigen, die zu den eingegebenen Suchwörtern passen, und im Internet veröffentlichte Bilder anderen Menschen zugänglich machen. Auch die Suchmaschinen Yahoo und Bing bieten eine Bildersuche an.

Bisher galt: Eine Suchmaschine darf ein Bild immer dann in der Vorschau anzeigen, wenn der Urheber es selbst ins Internet gestellt hat. Nun stellt der Bundesgerichtshof klar, dass es ausreicht, wenn der Urheber anderen erlaubt hat, ein Bild im Internet zugänglich zu machen – er muss es nicht selbst veröffentlicht haben.

Geklagt hatte ein Fotograf, der seine Fotos auf Internetseiten zeigen ließ, aber nicht wollte, dass Google die Werke aufstöbern kann.

Ungeklärt bleibt, ob eine Suchmaschine Bilder zeigen darf, deren Veröffentlichung der Urheber nicht zugestimmt hat. Die Richter merken an, dass eine Suchmaschine unmöglich erkennen könne, ob ein Bild mit oder ohne Zustimmung veröffentlicht wurde. Der Urheber könne aber in jedem Fall weiterhin gegen die Betreiber der Internetseite vorgehen, auf der das Bild veröffentlicht wurde.

Tipp: In der Regel gilt: Was die Suchmaschine ausspuckt, dürfen Sie als Privatkopie auf dem Computer speichern, auf Ihrer privaten Homepage oder auf Internetseiten wie Facebook verlinken, in einer wissenschaftlichen Arbeit mit Quellenangabe abbilden und im Schulunterricht verwenden. Veröffentlichen dürfen Sie das fremde Werk ohne die Zustimmung des Urhebers aber nicht. Auch die Nutzung von Tauschbörsen, etwa für Filme und Musik, kann verboten sein.

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