Tipps

Fenster. Schließen Sie bei Unwetter Fenster und Türen. Denn weder Hausrat- noch Wohngebäudeversicherung übernehmen Schäden, wenn es hereingeregnet hat.

Terrasse. Räumen Sie vor einem Sturm die Gartenmöbel von Terrasse und Balkon. Werden sie beschädigt, zahlt der Hausratversicherer unter Umständen nicht. Markisen müssen vor dem Sturm eingezogen werden (Landgericht Kleve, Az. 5 S 119/07).

Blitz. Trifft der Blitz das Haus und legt Geräte lahm, kommt der Hausratversicherer dafür auf. Anders bei Überspannungsschäden, wenn der Blitz in eine Überlandleitung schlägt: Sie sind nicht immer automatisch mitversichert. Wenn Sie teure, neue Geräte haben, muss die Deckungssumme eventuell erhöht werden.

Computer. Datenverlust ist im Überspannungsschutz nicht mitversichert. Die Police gilt nur für den Computer, für Software wäre eine Elektronikversicherung zuständig (Landgericht Stuttgart, Az. 5 S 106/04).

Reparatur. Sprechen Sie unbedingt vorher mit dem Versicherer. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht müssen Sie nur Notreparaturen rasch ausführen. Machen Sie Fotos vom Schaden. Lassen Sie ansonsten alles möglichst unverändert, bis die Versicherung jemanden schickt.

Aufheben. Werfen Sie beschädigte Gegenstände erst weg, nachdem die Versicherung ihr Okay gegeben hat. Wer zum Beispiel den Elektroherd entsorgt, bevor geprüft werden kann, ob er tatsächlich vom Blitz getroffen wurde, erhält keinen Schadenersatz (AG Hamburg, Az. 923 C 48/04).

Liste. Legen Sie nach dem Schaden eine Liste aller zerstörten oder be­schädigten Gegenstände an. Soweit vorhanden, sollte sie durch Kaufbelege ergänzt werden. Schäden sollten Sie fotografieren, eventuell auch zusammen mit Nachbarn ein Schadenprotokoll verfassen.

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