Sturmschäden Meldung

Immer mehr Stürme, Gewitter, Wolkenbrüche – und keine Versicherung, die für alles einsteht.

Gebäude: Die Gebäudeversicherung zahlt Schäden am Haus: abgedeckte Dächer, kaputte Fenster, geknickte Schornsteine – allerdings nur, wenn Sturm mitversichert ist. Eigentümer sollten ihren Vertrag daher prüfen. Gedeckt sind auch außen montierte Sat-Schüsseln, Antennen oder Markisen, ebenso Folgeschäden an Decke, Wand, Fußboden, wenn es hineinregnet.

Hausrat: Schäden an der Einrichtung trägt die Hausratpolice. Überspannung an elektrischen Geräten muss extra versichert werden. Haben Mieter Sat-Schüsseln, Antennen oder Markisen auf eigene Rechnung angebracht, sind die Schäden gedeckt.

Haftpflicht: Fallen Ziegel herab und verletzen Passanten, greift die Haftpflichtpolice. Ebenso wenn ein Baum auf das Nachbargrundstück fällt.

Flut: Läuft der Keller voll, gilt das als Hochwasser. Dafür ist eine Elementarschadenpolice nötig. Doch die ist teuer und in Hochwassergebieten meist gar nicht zu haben. Ausnahme: In der Haushaltsversicherung aus DDR-Zeiten ist sie inklusive.

Auto: Für Beulen durch Hagel, Dachziegel oder gar umstürzende Bäume ist die Teilkasko zuständig.

Fazit: Haftpflicht- und Gebäudepolice sind unverzichtbar. Ebenso Hausrat- und Kfz-Kaskovertrag – wenn es nicht gerade um eine Studentenbude und eine alte Rostbeule geht. Bei Sturm zahlen Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen aber erst ab Windstärke acht.

Tipps: Legen Sie eine Liste aller Schäden an, am besten mit Fotos. Sichern Sie sich Nachbarn als Zeugen. Melden Sie alles schnellstmöglich der Versicherung, am besten per Einschreiben. Oder am Telefon, dann aber Zeugen dabeihaben, Datum und Uhrzeit notieren sowie den Namen des Sachbearbeiters und seine Durchwahl.

Dieser Artikel ist hilfreich. 181 Nutzer finden das hilfreich.