Studium in Österreich Meldung

Wie in Salzburg müssen alle Unis Österreichs Studienbewerber aus dem Inland und der EU gleich behandeln.

Bisher lebten Österreichs Studenten allein in einem Paradies. Ausländische Studenten hatten es schwer, wenn sie dort einen Studienplatz ergattern wollten. Doch dieses Idyll ­zerstörte jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH). Nun muss das Alpenland alle Studenten aus dem EU-In- und EU-Ausland nach den gleichen Regeln zulassen. „Diskriminierend“ und ein „Verstoß gegen EU-Recht“ – so beurteilte der EuGH das österreichische Universitäts-Studiengesetz (Az. C-147/03).

Bisher garantierte nur ein österreichisches Abschlusszeugnis Zugang zu allen Hochschulen des Landes. Von Schulabgängern aus anderen EU-Staaten wurde weitaus mehr verlangt. Wollten beispielsweise Deutsche in Österreich studieren, mussten sie den zu Hause geltenden Numerus clausus für das Studienfach vorweisen.

Mit dieser „Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit“ ist jetzt Schluss. Und das hat jetzt schon heftige Konsequenzen. In den letzten Wochen wurde Österreich förmlich von einem Ansturm deutscher Studenten überrollt.

Tipp: Andere Länder, andere Sitten: Informieren Sie sich gut, bevor Sie einen Studienplatz im Ausland annehmen.

Immatrikulation: Erkundigen Sie sich rechtzeitig über die Einschreibefristen Ihres Wunschlandes und die nötigen Unterlagen.

Auslandsreise-Krankenversicherung: Ein Muss für diejenigen, die außerhalb der EU studieren. Sie kostet pro Jahr zwischen 350 und 1 300 Euro. Der Schutz der gesetzlichen Kasse greift oft nicht oder sehr begrenzt.

Bafög: Deutsche, die in Österreich studieren wollen, können für das gesamte Studium Bafög in Deutschland beantragen.

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