Studienkosten Meldung

Viel mehr Studenten als bisher können die Kosten für ihr Studium absetzen, wenn eine frühere Studentin vor Gericht Erfolg hat. Das Finanzamt soll ihre Kosten voll als Werbungskosten anerkennen, obwohl sie bis zum Studium keine Berufsausbildung hatte.

Studenten, die nach Abitur, sozialem Jahr, Wehr- oder Zivildienst ohne Berufsausbildung das erste Mal studieren, können zurzeit nur Kosten bis 4 000 Euro im Jahr als Sonderausgaben abrechnen. Sie sparen damit nur Steuern, wenn sie bereits genug Einkommen haben. Werbungskosten erfasst das Finanzamt dagegen für später. Hat ein Student kaum Einkommen, stellt die Behörde einen Verlust fest, den sie von späteren Einkünften abzieht. Ein Single mit 10 000 Euro Verlust, der 40 000 Euro versteuern muss, spart 3 568 Euro.

Tipp: Tragen Sie Studienkosten als vorweggenommene Werbungskosten in die Anlage N ein. Legen Sie Einspruch ein, wenn das Finanzamt keinen Verlust feststellen will und weisen Sie auf die Klage 11 K 4489/09 F beim Finanzgericht Münster hin. Die Finanzämter können die Einsprüche zwar noch ablehnen, sie müssen das aber nicht tun.

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