Von der Vorstellung, dass Aktien im Langfristvergleich auch in Zukunft besser abschneiden als festverzinsliche Wertpapiere, sollten Anleger Abschied nehmen, meinen zumindest Finanzforscher der Deutschen Bank. Sie untersuchten die Dividenden- und Gewinnrenditen der im amerikanischen S&P-500-Index gelisteten Firmen.

Ergebnis: Beide Kennzahlen sind heute so niedrig wie seit etwa 30 Jahren nicht mehr. Das deute erfahrungsgemäß auf einen Rückgang der Aktienerträge für die nächsten 10 Jahre hin. Dass die Aktienrenditen während der vergangenen 20 Jahre deutlich höher lagen, sei ungewöhnlich und auf eine Reihe von Ausnahmefaktoren zurückzuführen: vor allem auf sinkende Inflationsraten und fallende langfristige Zinssätze, ein hohes Interesse der geburtenstarken Jahrgänge an Aktien und das Ende des Kalten Krieges. Dass sich solche für die Aktienerträge positiven Einflüsse wiederholen, sei dagegen unwahrscheinlich.

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