Studentenfutter Test

Der Mix aus Rosinen und Nüssen ist ein Knabberklassiker. Eine Hand­voll Studentenfutter eignet sich gut als Zwischenmahl­zeit – wenn die Qualität stimmt. 8 der 20 Mischungen im Test schneiden gut ab, ein Studentenfutter sogar sehr gut. Schlechte Noten bekommen nur preis­werte Produkte. Eine Discounter-Mischung ist mangelhaft.

Den Einheits­mix gibt es nicht

Wie sich Studentenfutter zusammensetzen sollte, ist – untypisch für Deutsch­land – nicht verbindlich geregelt. Die Produkte im Test bestehen alle aus Rosinen gemischt mit Mandeln, Haselnüssen, Walnüsse, Cashew- und/oder Paranüssen. 6 Produkte enthalten Erdnüsse. Das Verhältnis Nüsse zu Rosinen liegt im Schnitt bei etwa 60 zu 40. Die Mischungen ohne Erdnüsse bestehen – je nach Anbieter – aus vier bis fünf verschiedenen Nuss­sorten mit unterschiedlichen Anteilen. Bei den Produkten mit Erdnüssen sind meist nur zwei weitere Sorten enthalten. Was ist tatsäch­lich alles drin? Im Prüf­labor haben die Tester alle Mischungen in ihre einzelnen Bestand­teile zerlegt, auseinander­sortiert – und alles in aufschluss­reichen Bildern dokumentiert:

Pittjes erweckt falschen Eindruck

Ärgerlich: Beim Studentenfutter von Pittjes erweckt das Bild auf der Verpackung den Eindruck einer ausgewogenen Mischung. Tatsäch­lich aber sind 61 Prozent Erdnüsse und 27 Prozent Rosinen enthalten, die wenigen Cashew- und Haselnüsse gehen völlig unter. Auch in der Zutaten­liste finden sich keine Mengen­angaben. Über die Note ausreichend in der Deklaration kommt Pittjes nicht hinaus. Ob die erdnuss­lastige Mischung aber geschmack­lich punkten konnte, zeigt die Test­tabelle nach Frei­schaltung des Testbe­richts.

Eine Discounter-Mischung fällt geschmack­lich durch

Die Bestnote sehr gut für Aussehen, Geruch und Geschmack erreichen zwei Marken­produkte – eine Mischung ohne und eine mit Erdnüssen. Ganz anders lauten die Urteile für einige preis­werte Handels­marken. Der Grund: Nüsse, die „alt“ schme­cken oder „dumpf“ und einen hohen Bruch­anteil haben. Das Studentenfutter eines Discounters ist sogar leicht ranzig. Das bedeutet mangelhaft.

Kaum Schimmelpilzgifte nach­weisbar

Erfreulich: Schad­stoffe trüben den gesunden Knabberspaß nicht. So fanden die Tester Rück­stände von Pestiziden allenfalls in unbe­denk­lichen Mengen. Geprüft wurde außerdem auf Ochratoxin A und Aflatoxine. Diese Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) können Leber und Niere schädigen, Aflatoxine werden zudem als krebs­er­regend einge­stuft. Sie waren aber nur in wenigen Produkten und auch nur in unkritischen Mengen nach­weisbar. Trotz dieser Ergeb­nisse: Mykotoxine sind nie ganz auszuschließen. Schimmelpilze bilden Nester, Schimmelpilzgifte können also in Lagern und Chargen ungleich­mäßig verteilt sein.

Tipp: Nüsse, die sehr bitter oder ungewöhnlich schme­cken, am besten ausspucken. Vorsicht auch bei muffigem Geruch. Essen Sie keine über­lagerten Nuss-Frucht-Mischungen.

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