Da hat man mal eine Wette gemacht, die richtig gut aufgegangen wäre – und dann macht einem die Bank eine lange Nase. Das ist Anlegern mit einer DZ-Bank Memory-Anleihe (Isin DE 000 DZ8 JP1 8) passiert. Der Zinskupon hing vom Euribor ab. Je niedriger dieser Zinssatz, desto höher war der Gewinn des Anlegers. Beim letzten Termin im Mai rechnete die DZ-Bank noch mit einem Euribor von 4,8 Prozent. Das ergab einen Zins von 0,05 Prozent. Gleichzeitig zahlte die Bank die Anleihe zurück. Grund: Mittlerweile war der Euribor stark gesunken, der nächste Kupon wäre auf 2,5 Prozent gestiegen. Das war der Bank wohl zu teuer. Und wenn der Euribor bis zur Fälligkeit der Anleihe 2012 auf 1,5 Prozent geblieben wäre, hätte es zum Schluss sogar 15,35 und 19,1 Prozent Zinsen gegeben. Wir hatten das Papier in Ausgabe 7/06, Seite 26, untersucht und damals schon prophezeit, dass die Bank die Anleihe kündigt, wenn der Euribor sinken würde, siehe Meldung Anleihen mit Garantie.

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