Stromverträge

Stromverträge Meldung

Bei der Briefzustellung topp - beim Vermitteln von Stromlieferungs-verträgen aber mau: Die Deutsche Post ist beim Test durchgefallen.

Die Deutsche Post bringt nicht nur Briefe, sondern vermittelt auch Stromlieferungsverträge. Der"1a-Service" taugt nach Ansicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aber nichts.

Je ein herkömmliches und ein Öko-Stromangebot gibt es bei den Postlern, wobei diese nach Angaben von Postsprecher Jürgen Blohm "nicht immer von den günstigsten, aber von soliden Unternehmen" kommen. In einer Untersuchung der Zeitschrift test bekamen einige Post-Vertragsunternehmen tatsächlich gute Noten. Die Vermittlung, die der Post nach eigenen Angaben bereits in vielen tausend Fällen Vermittlungsprovisionen bescherte, hat aber Schwächen. So bekamen 17 von 27 Tester nur ein Schulterzucken als Antwort auf die Frage, ob sich ein Wechsel für sie lohne ­ die Abrechnung des alten Stromanbieters hatten sie dabei. "Die Schulung kommt noch", lautete eine Antwort. Achtmal hätten die Postler sogar dreist gelogen und behauptet: "Wir haben immer nur den billigsten Strom!"

Unsicher reagierten die Post-Vermittler auch bei Fragen nach dem Ökostrom: "Der kommt nicht aus der Steckdose, "da muss man was mit Öl nehmen" oder einfach "selber produzieren". Mitunter waren die Fehlleistungen aber nicht nur lustig, sondern ein teures Vergnügen. So war die Mitteilung "Ökostrom zahlt sich nur für Mehrpersonenhaushalte aus" schlicht falsch.

Tipp: Wer beim Stromwechsel von der Post fälschlicherweise zu hören bekam, er wechsle zum günstigsten Anbieter, hat gute Chancen auf Schadenersatz und sollte sich in einer Verbraucherzentrale beraten lassen.

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