Verbraucher, die ihre Stromrechnung wegen einer zu starken Preiserhöhung kürzen, müssen keine Stromsperre fürchten. Die ist künftig unzulässig, haben Bundesrat und Bundestag in zwei neuen Verordnungen zu den Versorgungsbedingungen für Strom und Gas festgelegt. Örtliche Versorger sind verpflichtet, die Verbraucher mit Strom zu versorgen.

Neu ist auch, dass Verbraucher einen so genannten Grundversorgungsvertrag künftig mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündigen und zu einem neuen Stromlieferanten wechseln können. Bisher waren sie mindestens ein Jahr gebunden. Einen Grundversorgungsvertrag hat jeder, der sich nicht selbst für einen speziellen Tarif entschieden hat. Er entsteht zum Beispiel auch dann, wenn ein Mieter nach einem Umzug elektrische Geräte nutzt, ohne einen schriftlichen Vertrag mit einem Stromversorger geschlossen zu haben.

Die Grundversorgung muss immer der Anbieter sicherstellen, der im Gebiet die meisten Haushaltskunden hat. Der Preis dafür liegt meist höher als der für spezielle Tarife.

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