Strommarkt: Die Großen und die Kleinen

Die vier Großkonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall beherrschen trotz Öffnung des Strommarkts 1998 noch immer den Erzeugermarkt, denn ihnen gehören in Deutschland fast alle Kraftwerke und die großen Übertragungsnetze, die den Strom zu den Städten bringen. Damit haben sie die Möglichkeit, die Preise zu beeinflussen. Den Vertrieb der vier Verbundunternehmen übernehmen eigene Schwestergesellschaften wie EnBW Vertrieb, Eon Westfalen Weser, RWE Rhein-Ruhr.

Als Discounter vertreiben Tochterfirmen der Großkonzerne preisgünstigen Strom: E wie einfach für Eon, eprimo für RWE, Yello für EnBW und Vattenfall unter eigenem Namen als „Easy Privatstrom“. Zudem sind die Großkonzerne an vielen kleineren Stromanbietern beteiligt, vor allem Stadtwerke, die keine eigenen Kraftwerke haben.

Reine Ökostromanbieter wie EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom gehören zu den neueren Firmen, die unabhängig am Strommarkt agieren. Sie betreiben zum Teil eigene Ökostromkraftwerke oder haben Lieferverträge mit Betreibern ausländischer Ökostromanlagen.

Reine Stromhändler wie Flexstrom und TelDaFax verfügen weder über Netze noch Kraftwerke und vermitteln neben Stromtarifen zum Teil auch Telefonverträge, Reisen und Versicherungen. Sie kaufen Strom an der Börse und verkaufen ihn an ihre Kunden.

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