Strom­tarif - Einfach den Strom­anbieter wechseln und sparen

Weniger Strom verbrauchen ist gut für Umwelt und Geldbeutel. Ein Strom­anbieter­wechsel kann weitere Erspar­nisse bringen.

Den Strom­anbieter zu wechseln, ist einfach. Entweder nutzen Kunden ein Vergleichs­portal oder einen Wechsel­service, der ihnen alles abnimmt. test.de erklärt, wie es geht.

Das Wichtigste in Kürze

Ersparnis ist individuell. Der Wechsel des Strom­anbieters bringt oft Hundert Euro und mehr pro Jahr – je nach Verbrauch und Preis­unterschied zwischen altem und neuem Tarif. Es gibt keine deutsch­land­weit einheitlichen Preise, weil ein Teil des Strom­preises aus Posten besteht, die regional variieren – wie Konzessions­abgabe oder Netz­entgelte. Wer sich nach einem Umzug nicht um die Strom­versorgung kümmert, landet auto­matisch in der (teuren) Grund­versorgung des lokalen Strom­anbieters – und sollte den Anbieter wechseln oder beim örtlichen Strom­anbieter einen güns­tigeren Tarif auswählen.

Zwei Kunden­typen. Aktive Kunden haben ihre Termine im Griff und wechseln verläss­lich jedes Jahr den Strom­anbieter, um von hohen Neukundenboni zu profitieren. Sie nutzen am besten Vergleichsportale. Bequeme Kunden lassen sich von einem Wechsel­service helfen. Er optimiert regel­mäßig – meist jähr­lich – ihren Tarif. So können sie regel­mäßig sparen, holen aber nicht das Optimum raus. Unser Vergleich von Stromwechseldiensten zeigt, welche Anbieter empfehlens­wert sind.

Ökostrom. Sowohl über Wechsel­dienste als auch über Vergleichs­portale können Sie nach­haltige Ökostrom­tarife abschließen. Empfehlens­werte Tarife finden Sie unter anderem auf der Seite des Freiburger Öko-Instituts.

Wichtige Unterlagen. Egal ob Sie ein Vergleichs­portal nutzen, oder einen ein Wechsel­dienst nutzen, die folgenden Unterlagen müssen Sie zur Hand haben:
1. Ihre Vorjahres­rechnung. Hier finden Sie die Zählernummer, Ihren Verbrauch und Ihren alten Preis.
2. Ihren alten Strom­vertrag mit seinen allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB). Hier lässt sich nach­lesen, wie lang Ihre Kündigungs­frist ist. Falls Sie einen Online-Tarif haben, finden Sie diese Info oft auch in Ihrem Online-Account.

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So viel lässt sich mit einem Wechsel des Strom­tarifs sparen

Wie viel sich sparen lässt, hängt vom Wohn­ort, dem Preis des alten Tarif ab. Besonders viel ist es für jene, die noch nie etwas an ihrem Vertrag verändert haben. Sie sind in der Grund­versorgung.

Beispiel: Ein typischer Drei- bis Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahres­verbrauch von 3 500 Kilowatt­stunden aus Berlin kann durch einen Wechsel um die 400 Euro sparen. Das größte Teil davon entfällt auf die hohen Neukundenboni, die allerdings nur im ersten Vertrags­jahr fließen.

Wer den Strom­anbieter jähr­lich wechselt, spart am meisten

Nur wer Jahr für Jahr den Versorger wechselt, spart dauer­haft. Denn die hohen Neukundenboni gibt es nur im ersten Jahr. Fallen sie weg, ist der Tarif im zweiten Jahr oft teurer als der, den der Kunde zuvor hatte. Viele Versorger spekulieren offensicht­lich auf die Trägheit des Kunden: Nur wenn er länger als ein Jahr dabeibleibt, rechnet sich für sie der Rabatt, den sie ihm im ersten Jahr geben.

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Selber wechseln oder Strom­wechsel­service nutzen?

Wir werden oft gefragt: Welcher Strom­tarif ist eigentlich dauer­haft günstig? Denn viele Kunden wollen gar nicht jedes Jahr den Anbieter wechseln. Die Antwort lautet: Wir wissen es nicht. Denn die Versorger veröffent­lichen keine Preise für Bestands­kunden. Wir wissen nur: Tarife mit hohen Vergüns­tigungen für Neukunden, wie einem Sofortbonus, einem Rabatt auf den Kilowatt­stunden­preis, einer Wechsel­prämie und einem Neukundenbonus sind meist nur im ersten Vertrags­jahr günstig. Wer nicht draufzahlen möchte, muss also jähr­lich den Anbieter wechseln. Das geht in Eigen­regie mithilfe von Wechselservices oder Vergleichsportalen.

Vergleichs­portale: Ideal für Aktive

Kunden, die sich Auswahl und Wechsel des Anbieters zutrauen, empfehlen wir, alles selbst in die Hand zu nehmen. Der Wechsel­prozess ist problemlos und ohne Risiko und kostet Sie in der Regen nur wenige Minuten: Einfach im aktuellen Vertrag nach­lesen, wann und mit welcher Frist Ihr bisheriger Strom­vertrag künd­bar ist. Anschließend einen Vertrag beim neuen Versorger abschließen. Dieser kündigt den alten Vertrag beim bisherigen Lieferanten (Selber wechseln: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung).

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Wechsel­dienst: Service für Bequeme

Sie neigen dazu, Kündigungs­fristen zu verpassen oder haben einfach keine Lust, sich regel­mäßig um Ihren Strom­tarif zu kümmern? Dann sollten Sie einen Wechsel­service nutzen – auch Wechsel­dienst oder Wechsel­assistent genannt. Diese Dienst­leister wählen für Sie gute und güns­tige Tarife aus und organisieren jedes Jahr den Anbieter­wechsel. Die maximale Ersparnis holen Sie so nicht raus. Denn die meisten Wechsel­dienste verlangen eine Provision bis zu 30 Prozent der erzielten Ersparnis. Unser Stromwechseldienst-Vergleich zeigt ausführ­lich, welche Anbieter empfehlens­wert sind und wie Sie diese Dienste am besten nutzen.

Wechsel­dienst einfach erklärt

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Welche Arbeiten nimmt mir ein Wechsel­dienst ab?

Er schlägt Ihnen gute und güns­tige Tarife vor und kümmert sich jähr­lich recht­zeitig vor Ablauf der Kündigungs­frist um den Wechsel des Strom­anbieters. Sie profitieren ohne viel Aufwand von Boni und güns­tigen Neukunden­preisen.

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Was unterscheiden Wechsel­dienste vom „Erinnerungs-Service“, den einige Tarif­vergleichs­portale bieten?

Wechsel­dienste kümmern sich nicht nur einmalig, sondern über Jahre, wenn Sie dies wünschen. Zudem schlagen sie nur seriöse Anbieter vor, wie unser Wechselservice-Test (Finanztest 4/2019) zeigte. Vier Dienste waren „sehr empfehlens­wert“: Esave.de, Switchup.de, Wechselpilot.com und Wechselstrom-ac.de.

Keiner hatte im Unter­suchungs­zeitraum von mehr als einem Jahr die damals schon auffällige Energiefirma Bayrische Energiewerke BEV empfohlen. In Tarif­vergleichs­portalen stand BEV dagegen für die Wohn­orte unserer Tester fast immer auf Platz eins der Ergeb­nisliste. Ende Januar 2019 meldete BEV Insolvenz an.

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Wie beauftrage ich einen Wechsel­dienst?

Zuerst gehen Sie auf die Internetseite des Wechsel­dienstes. Dort finden Sie entweder einen Online­rechner, der Ihnen einige Tarif­vorschläge unterbreitet, oder Sie fordern diese per E-Mail an. Manche Dienste kommentieren die Vorschläge etwa als „Preis-Sieger“ oder „Preis-Leistungs-Tipp“. Sie wählen einen Tarif aus und beauftragen den Dienst mit dem Vertrags­wechsel – meistens läuft alles online.

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Muss ich dem Wechsel zum neuen Anbieter zustimmen?

Bei einigen Diensten läuft der Wechsel ab dem zweiten Jahr auto­matisch, bei anderen müssen Sie aktiv zustimmen. Einen auto­matischen Wechsel bieten zum Beispiel Wechselpilot.de, Esave.de oder Wechsel­strom-ac.de. Die Dienste empfehlen Ihnen zuerst einen oder mehrere Tarife. Wenn Sie nicht inner­halb von 14 Tagen wider­sprechen, führt der Dienst den Wechsel durch. Bei anderen Diensten wie etwa Switchup.de können Sie wählen, wie der Wechsel künftig ausgelöst werden soll.

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Wie errechnet sich meine Ersparnis?

Für die Berechnung Ihrer Ersparnis müssen Sie den Preis heran­ziehen, den Sie im nächsten Vertrags­jahr zahlen würden, wenn Sie den Tarif oder Anbieter nicht wechseln. Das entspricht der Summe Ihrer monatlichen Abschläge, die Sie in den nächsten zwölf Monaten Ihrem bisherigen Versorger zahlen würden. Davon ziehen Sie die Jahres­kosten beim neuen Versorger ab – inklusive aller Boni.

Die Ersparnis kommt vor allem durch hohe Boni des neuen Tarifs zustande, Grund­preis und Kilowatt­stunden­preis ändern sich oft nur wenig. Da die Boni allerdings erst einige Monate bis ein Jahr nach Liefer­beginn ausgezahlt werden, sinkt Ihr monatlicher Abschlag durch den Wechsel ebenfalls oft nur wenig.

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Habe ich wirk­lich gar keine Arbeit mehr?

Doch. Sie sollten regel­mäßig in Ihr E-Mail-Post­fach schauen, weil der Wechsel­dienst Ihnen die neuen Tarif­vorschläge schon sehr früh schickt. Außerdem müssen Sie gegebenenfalls die Provision an den Wechsel­dienst über­weisen und ihm Briefe, die Ihnen Ihr Versorger per Post schickt, über­mitteln.

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Selber wechseln: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Aktive Kunden, die sich selbst um Tarif­auswahl und Wechsel kümmern wollen, orientieren sich an dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wer nicht selbst wechseln möchte, nutzt einen Wechsel­dienst.

1. Unterlagen bereitlegen

Alle für den Wechsel wichtigen Informationen wie die Kunden- oder Zählernummer und Ihren Jahres­verbrauch finden Sie in Ihrer Jahres­rechnung.

2. Tarif suchen

Nutzen Sie mehrere Vergleichs­rechner – die Portale haben unterschiedliche Filter und bieten manchmal exklusive Tarife an. Starten können Sie zum Beispiel mit Check24, das Vergleichs­portal erfüllt die meisten Kriterien. Welche anderen Rechner noch nützlich sind, zeigt die Tabelle in unserem Check von Vergleichsportalen für Strom und Gas.

Geben Sie in die Suchmaske des Portals Post­leitzahl und Jahres­verbrauch ein und klicken sie auf „Vergleichen“. Wichtige Tarifbedingungen haben die Portale bereits voreinge­stellt, wie zum Beispiel die Vertrags­lauf­zeit von höchs­tens 12 Monaten, eine kurze Kündigungs­frist und eine Preis­garantie. Das gilt für alle Portale aus unserer Unter­suchungs­tabelle.

3. Tarif auswählen

Achtung, Werbung! Beachten Sie, dass Sie bei den beiden Markt­führern Check24 und Verivox über den Sucher­gebnissen die sogenannte „Null-Platzierung“ sehen. Das sind vom Rechner empfohlene oder beworbene Tarife, die meist teurer sind als der Erst­platzierte. Oft haben sie Kommentare wie „bester Service“ oder „hohe Empfehlungs­quote“. Wer nicht genau hinschaut, läuft Gefahr, einen solchen Tarif für den güns­tigsten zu halten.

Erfahrungs­berichte nutzen. Lesen Sie auch die Bonusbedingungen und Kundenbe­wertungen. Oft sind Tarife mit einer Weiter­empfehlungs­quote von mehr als 90 Prozent nur gering­fügig teurer. Nur bei Check24 können Sie unter „Kundenbe­wertungen“ nach­lesen, wie Kunden einen Anbieter nach einem Liefer­jahr bewerten, wenn die Rechnung ins Haus kommt und der Bonus fällig wird.

4. Anbieter checken

Erkundigen Sie sich mithilfe von Such­maschinen im Internet, welche Erfahrungen andere Kunden mit dem Unternehmen gemacht haben. Gute Informationen über einzelne Firmen finden Sie auch beim Bund der Energieverbraucher.

5. Altvertrag kündigen

Erst­wechsler. Wenn Sie noch nie etwas geändert haben, sind Sie im Grund­versorgungs­tarif für Strom oder Gas bei Ihrem örtlichen Stadt­werk. Um zu wechseln, müssen Sie nur einen Vertrag mit einem neuen Anbieter abschließen. Er über­nimmt die Kündigung bei Ihrem alten Versorger. Die Frist hierfür beträgt nur 14 Tage. Manchmal dauert es aber etwas länger, weil einige Versorger neue Verträge nur zum Monats­anfang akzeptieren.

Erfahrene Wechsler. Wenn Sie bei Ihrem Stadt­werk schon einmal den Tarif ausgetauscht oder bei einem neuen Anbieter angeheuert haben, haben Sie einen Sonder­vertrag. Bei einem Wechsel über­nimmt ebenfalls der neue Anbieter die Kündigung für Sie. Die Frist dafür finden Sie im Vertrag oder in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB). Oft beträgt sie sechs Wochen zum Vertrags­ende.

Das gilt im Fall einer Preis­erhöhung

Sonderkündigungs­recht. Falls Ihr Versorger ankündigt, dass er künftig mehr für Strom oder Gas haben will, dürfen Sie den Belieferungs­vertrag kündigen. Welche Kündigungs­frist für Sie gilt, sollte im Preis­erhöhungs­schreiben des Anbieters stehen. Wenn Sie Ihr Sonderkündigungs­recht nutzen wollen, sollten Sie den Vertrag selbst kündigen und Ihren neuen Versorger darüber informieren.

Formalien. Prüfen Sie zuerst, welche Form­vorschriften für Ihre Kündigung gilt. Verlangt der Vertrag „Text­form“, genügt eine E-Mail. Ist jedoch die „Schriftform“ vorgesehen, müssen Sie einen persönlich unter­schriebenen Brief schi­cken, zum Beispiel mit dieser Formulierung: „Ich kündige den Vertrag mit Ihnen zu dem Zeit­punkt, an dem die angekündigte Preis­erhöhung in Kraft treten soll. Bitte bestätigen Sie den Erhalt der Kündigung.“ Nennen Sie dabei nicht nur Name und Adresse, sondern auch Ihre Zähler- und Kunden­nummer.

Beleg. Machen Sie sich eine Kopie der Kündigung und verschi­cken Sie den Brief per Einschreiben mit Rück­schein. So können Sie Ihre Kündigung belegen, wenn es Ärger gibt.

6. Vertrag abschließen

Sie können den neuen Vertrag auf der Internetseite des neuen Anbieters oder über ein Vergleichs­portal abschließen. Ist der Antrag ausgefüllt und abge­schickt, erhalten Sie ein Begrüßungs­schreiben des neuen Versorgers. Darin bestätigt er Ihnen den Liefer­beginn. Ihr jetziger Versorger wird Sie dann auffordern, den Zählerstand mitzuteilen. Sechs Wochen nach Lieferende sollten Sie die Abrechnung erhalten.

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Einen guten Ökostrom­tarif finden

Eva Hauser vom IZES, Institut für Zukunfts­energie- und Stoff­strom­systeme sagt: „Der Abschluss eines Ökostrom­tarifs führt nicht auto­matisch zu mehr Wind­rädern oder Solar­anlagen. Viele Ökostromanbieter setzen mit dem Geld ihrer Kunden aber wichtige Projekte um, die die Energiewende beschleunigen. Zum Beispiel fördern sie neue Speicher­technologien, Solar­thermie­anlagen, Energiegenossenschaften, Elektromobilität und teil­weise auch den Natur­schutz.“

Energiewende fördern

Mit einem guten Ökostrom­tarif können Verbraucher also die Energiewende fördern (siehe auch unser Interview im E-Auto-Special). Hier gilt es ebenfalls, vor der Tarif­wahl das Angebot zu prüfen und insbesondere einen Blick auf das Ökostromlabel zu werfen.

Ökostromsiegel kennen

Strenge Kriterien legen zum Beispiel das Ok-Power-Label oder das Grüner Strom-Label an. Empfehlens­werte Tarife finden Kunden unter anderem auf der Seite des Freiburger Öko-Instituts. Ökostrom­tarife lassen sich über Vergleichsportale finden, oder auch über einen Wechselservice.

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Was ist, wenn der Wechsel nicht klappt?

Selbst wenn der Wechsel mal nicht reibungs­los klappen sollte, sitzt niemand im Dunkeln. Dafür sorgt die Ersatz­versorgung des örtlichen Grund­versorgers. Das ist der Energieversorger, der im Netz­gebiet eines Kunden die meisten Haushalte mit Strom versorgt – meist das örtliche Stadt­werk. Die Ersatz­versorgung dauert längs­tens drei Monate. In dieser Zeit können Kunden ohne Einhaltung einer Frist jeder­zeit wechseln. Sind sie länger als drei Monate in der Grund­versorgung, ist dies auch kein Problem. Mit einer Frist von 14 Tagen kommen sie dort aus dem Vertrag.

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Was tun, wenn es Ärger mit dem Strom­anbieter gibt?

Leser berichten uns immer wieder, dass ein neuer Versorger sie als Kunde abge­lehnt hat. Das passiert vor allem Kunden, die jedes Jahr wechseln. Wie sich sich hier­vor am besten schützen, lesen Sie in unserem Special Wenn der Versorger Sie als Kunde ablehnt.

Schlichtungs­stelle hilft – in bestimmten Fällen

Wer schon Kunde ist und Ärger mit einem Versorger hat, kann sich an die Schlichtungsstelle Energie wenden. Unternehmen sind laut Energiewirt­schafts­gesetz verpflichtet, an der Schlichtung teil­zunehmen und sie auch zu ­bezahlen. Das gilt aber nur, wenn ein Verbraucher bereits ihr Kunde ist. Bei Konflikten ­wegen eines gescheiterten Anbieter­wechsels oder bei Ärger mit einem Vergleichs­portal ist die Schlichtungs­stelle nicht zuständig. ­Streitig­keiten mit Flüssiggasanbietern oder Fern­wärme fallen auch nicht in ihren Bereich.

Voraus­setzungen für eine Schlichtung

Bevor jemand eine Schlichtungs­stelle einschaltet, muss er oder sie bereits erfolg­los probiert haben, eine Lösung mit dem Unternehmen zu finden. Am besten schriftlich an das Unternehmen wenden und eine angemessene Frist von bis zu vier Wochen zur Behebung des Problems stellen. Erst wenn das Unternehmen nicht reagiert oder es zu keiner Einigung kommt, ist die Schlichtungs­stelle zuständig. Diesen Einigungs­versuch können Kunden durch die Korrespondenz mit Versorger nach­weisen, etwa durch E-Mail- oder Brief­verkehr.

Schlichter­spruch ist nicht bindend

Der Schlichter­spruch ist weder für Verbraucher noch für Energieunternehmen bindend. Ein Prozess vor Gericht wäre auch nach der Schlichtung noch möglich. Den Schlichtungs­antrag können Kunden online über die Internetseite der Schlichtungsstelle einreichen.

Tipp: Mehr Infos zum Thema Schlichtung Finden sie in unserem Special Recht bekommen – günstig und ohne Gericht.

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Dieses Special wird regel­mäßig aktualisiert. Jüngstes Update: 3. Juni 2021.

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