Strom­rechnung

Unser Rat

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Inhalt

Sparen. Sind Ihre Abschläge für Strom oder Gas zu hoch, fordern Sie den Energieversorger auf, sie zu senken. Maßstab: Vorjahres­verbrauch oder voraus­sicht­licher Verbrauch mal aktueller Preis plus etwaige Gebühren geteilt durch 12.

Durch­setzen. Sie dürfen Ihren Vertrag kündigen, wenn der Energieversorger sich zu Unrecht weigert, die Abschläge zu senken.

Kündigen. Schreiben Sie per Einschreiben mit Rück­schein: „Wegen Ihrer Weigerung, dem wahr­scheinlichen Verbrauch entsprechende Abschläge fest­zusetzen, kündige ich.“ Akzeptiert Ihr Energieversorger die Kündigung nicht, beschweren Sie sich bei der Schlichtungsstelle-energie.de.

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wechselstromer am 09.05.2021 um 13:42 Uhr
Nachtrag zu meiner unendlichen E.ON-Geschichte

Nachdem ich mein Konto gesperrt und erneut mit der Hotline gesprochen hatte, wurden mir die zuviel abgebuchten Beträge zurück überwiesen. Zur Besänftigung versprach mir der Kundenservice zwei Gutschriften à 10 €, die ich nie bekam. Ende Januar kam eine Rechnung über die zu zahlenden Beträge bis Vertragsende, die ich sofort beglich. Ende März bekam ich die Schlussrechnung, die sogar ein Guthaben in Höhe von rund 16 € aufwies, das mir auch überwiesen wurde. Damit hätte mein E.ON-Abenteuer eigentlich enden sollen. Nun aber bekam ich am 27. April eine Zahlungserinnerung über 12,50 Euro. Ich rief die Hotline an. Die Dame konnte den Fall ad hoc nicht klären und rief tags darauf zurück, sagte, das habe so seine Richtigkeit, konnte aber nicht erklären warum. Ein Kollege, zu dem sie mich durchstellte, kam zu dem Schluss, dass es sich ganz offensichtlich um einen Irrtum handele und wollte mir das schriftlich bestätigen. Bislang habe ich aber nur eine Werbung für E.ON bekommen. Nie wieder E.ON!

wechselstromer am 16.12.2020 um 19:03 Uhr
Re: Re: E.ONs Selbstbedienungsmentalität

Fehler können natürlich mal passieren. Aber nach meinem Verständnis von Rechtsstaatlichkeit, seriösem Geschäftsgebahren und Kundenfreundlichkeit bereinigt man solche Fehler umgehend, wenn man darauf aufmerksam (gemacht) wird. E.ON hingegen hat fünf Monate lang fast den doppelten Abschlag von meinem Konto abgebucht, sich mit keiner Silbe dafür entschuldigt und mich bis vor kurzem sogar noch aufgefordert ich solle ab dem 1.12. für die restlichen drei Monate meines Vertrages den angepassten Abschlag von 60 € monatlich zahlen, obwohl ich mittlerweile ein Guthaben von rund 200 € bei der E.On hatte. Hätte ich mein Konto nicht gesperrt, würde der auch zweifellos weiter abgebucht. Wenn sie nicht gar weiter die 97 € abbuchen würden. Das ist der eigentliche Skandal dabei. Die einzigen Fehler, die ich mir bei der Sache ankreiden muss sind, dass ich viel zu lange viel zu entgegenkommend war und der E.ON überhaupt jemals eine Einzugsermächtigung erteilt habe. Man lernt nie aus.

Profilbild test.de-Redakteur_Herrmann am 16.12.2020 um 16:34 Uhr
Re: E.ONs Selbstbedienungsmentalität

Vielen Dank für den Hinweis, auch im Namen anderer Leser!
Wir denken: Es ist in der Regel korrekt, wenn Energieversorger den Abschlag auf der Basis des Energieverbrauchs berechnen, wie er sich auf der jüngsten Abrechnung ergibt. Sie dürfen eigentlich auch die auf dieser Grundlage voraussichtlich im laufenden Jahr anfallenden Kosten auf die bis zum Ende des Abrechnungszeitraums verteilen, auch wenn von diesem Zeitraum schon wieder etliche Wochen oder sogar Monate vergangen sind. Allerdings müssen sie Kunden zwischenzeitlich gezahlte Abschläge gutschreiben. Es kann deshalb (bei gleichbleibenden Preisen, versteht sich) nicht sein, dass bei gesunkenem Stromverbrauch der Abschlag steigt. Abschläge, die dazu führen, dass zwischenzeitlich Geld zu erstatten ist, sind nicht richtig berechnet.

wechselstromer am 16.12.2020 um 13:21 Uhr
E.ONs Selbstbedienungsmentalität

So einen Fall habe ich gerade. Bis einschließlich Juni hat die E.ON monatlich 51 € Abschlag von meinem Konto abgebucht. Dann kam die deutlich verspätete Jahresabrechnung, der zufolge mein Verbrauch sogar leicht gesunken war. Ab Juli buchte die E.ON urplötzlich 97 € monatlich von meinem Konto ab. Etliche Telefonate mit deren Kundenservice brachten sehr wenig. Nur eine Senkung des Abschlags auf 60 €, die allerdings bisher nicht umgesetzt wurde. Auch Ende November buchte die E.ON wieder 97 € ab. Ich habe inzwischen mein Konto gesperrt und zweimal den Vertrag gekündigt: zuerst zum Ablauf des Vertrags Ende Februar, zuletzt fristlos, wegen Vertragsbruch. Aber die E.ON zeigt sich stur, will jetzt zwar - voraussichtlich im Januar - einen Teil der Beträge zurückzahlen, die vollständige Begleichung könne aber erst mit der Jahresabrechnung am Vertragsende erfolgen. Das sei nicht anders möglich, hieß es schlicht. Wenn das so rechtens sein sollte, ist bös was faul in unserem Lande.

Profilbild test.de-Redakteur_Herrmann am 04.04.2016 um 10:33 Uhr
Re: wahrscheinliche zustehender Betrag

Ob Rabatte bei der Berechnung der Abschläge zu berücksichtigen sind, hängt davon ab, wie der Rabatt genau funktioniert. Sobald feststeht, dass ein Kunde den Rabatt zu erhalten hat, ist er bei der Berechnung der Abschläge aus meiner Sicht zu berücksichtigen. Urteile dazu kenne ich allerdings nicht; es ist möglich, dass das zuständige Gericht das im Einzelfall anders sieht.