Strompreise steigen Meldung

Die Strompreise steigen und steigen: Allein für Juli und August haben mehr als 150 Versorger ihren Kunden Erhöhungsbriefe nach Hause geschickt. Besonders praktisch für die Stromanbieter: Im vergangenen Monat ist die staatliche Preisaufsicht weggefallen. Künftig können sie ihre Preise also noch häufiger erhöhen als bisher. Wer die Nase voll hat von der Preistreiberei, sollte seinen Versorger wechseln. Das spart Geld und ist das einzig wirksame Mittel des Protests.

Sonderkündigungsrecht

Zumindest einen positiven Aspekt haben Preiserhöhungen: Sie schaffen ein Sonderkündigungsrecht. Wer in diesen Tagen eine Preiserhöhung ins Haus bekommt, ist also nicht an vereinbarte Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen gebunden. In der Regel ist die Kündigung zum Auslaufen des niedrigeren Preises möglich.
Tipp: Kündigen Sie schriftlich innerhalb der angegebenen Frist. Lassen Sie sich die Kündigung bestätigen. Dem neuen Stromversorger können Sie mit dem Anmeldeformular eine Kopie der Kündigung schicken.

Wechseln leicht gemacht

Der Wechsel des Stromanbieters ist problemlos und ohne Risiko: Einfach beim neuen Versorger anmelden. Anschließend stellt der neue Anbieter die Stromversorgung um. Wenn nötig, kündigt er auch noch den alten Vertrag beim bisherigen Lieferanten. Alles in allem dauert der Anbieterwechsel etwa sechs bis acht Wochen. Steigt der Preis zum 1. Oktober, ist also noch ausreichend Zeit, um einen neuen Anbieter zu wählen und den Wechsel zu veranlassen.

Sondertarife nutzen

Wer seinem regionalen Stromversorger treu bleiben will, sollte zumindest überprüfen, ob der nicht einen günstigeren Tarif im Programm hat. Fast alle Stromversorger bieten neben den teuren Allgemeinen Tarifen auch preiswertere Sondertarife. Diese sind zwar in der Regel an Bedingungen wie längere Laufzeit, Lastschriftverfahren oder Online-Verwaltung gekoppelt. Doch unterm Strich sind sie meist billiger als Standardtarife.

Weitere Informationen im Special: Der Wechsel lohnt sich

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