Die EEG-Umlage fördert Strom aus erneuer­baren Energien. Sie steigt 2020. Bei 2 500 Kilowatt­stunden Verbrauch kostet Strom 9 Euro mehr pro Jahr.

Strom­kunden müssen sich im kommenden Jahr auf Mehr­kosten einstellen, obwohl die Preise an der Leipziger Strombörse leicht gesunken sind. Denn die Netz­entgelte und die Umlage nach dem Erneuer­bare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) steigen – zwei große Preis­bestand­teile. Kunden haben ein Sonderkündigungs­recht.

EEG-Umlage fließt in den Ausbau erneuer­barer Energien

Um 0,35 Cent pro Kilowatt­stunde erhöht sich die EEG-Umlage im kommenden Jahr. Sie fließt in den Ausbau der erneuer­baren Energien. Pro Kilowatt­stunde zahlen Kunden künftig 6,756 Cent. Für einen Haushalt mit 2 500 Kilowatt­stunden Verbrauch pro Jahr bedeutet dies Mehr­kosten von 9 Euro jähr­lich. Am höchsten war die Umlage im Jahr 2017 mit 6,88 Cent.

Netz­entgelte sollen im Schnitt um 9 Prozent steigen

Bislang haben rund 70 Prozent der Netz­betreiber ihre Preise für das Durch­leiten des Stroms durch ihr Netz für das Jahr 2020 veröffent­licht. Im Schnitt sollen sie um 9 Prozent steigen und sind damit der größere Preistreiber. Die Netz­entgelte machen rund ein Viertel des Strom­preises aus. Die Höhe der Netz­entgelte ist von der Region abhängig, in der ein Haushalt liegt.

So können Kunden bei Preis­erhöhung wechseln

Kunden haben ein Sonderkündigungs­recht, wenn sich der Preis erhöht. Das gilt auch, wenn der Grund höhere Abgaben oder Umlagen sind. Manche Firmen schließen das Sonderkündigungs­recht hierfür in ihren AGB zwar aus. Dies sei aber unzu­lässig, hat der Bundes­gerichts­hof geur­teilt (Az. VIII ZR 163/16). Die Kündigung muss spätestens einen Tag vor dem Inkraft­treten der Preis­erhöhung beim Versorger einge­troffen sein.

Tipp: Prüfen Sie erst, ob Sie Ihren Anspruch auf einen Bonus verlieren, wenn Sie unterjäh­rig kündigen. Mehr zum Versorgerwechsel erhalten Sie in unserem Gewusst wie: Versorger wechseln.

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