Kündigung: Preis­erhöhung: So kommen Kunden aus dem Vertrag

Noch nie gewechselt. Kunden in der Grund­versorgung, die sich über eine Preis­erhöhung geärgert haben und wechseln wollen, müssen nicht selbst kündigen. Der neue Versorger über­nimmt das für sie (siehe „Gewusst wie“). Ihre Kündigungs­frist beträgt 14 Tage. In der Grund­versorgung ist jeder, der seinen Tarif noch nie gewechselt hat.

Schon mal gewechselt. Alle anderen haben einen Sonder­tarif. Sie sind an die Lauf­zeit ihres Vertrags gebunden, haben aber bei einer Preis­erhöhung ein Sonderkündigungs­recht. Zum Kündigen bleiben nach der Mitteilung einer Preis­erhöhung manchmal nicht einmal zwei Wochen Zeit. In neueren Verträgen reicht es zwar oft, wenn die Kündigung beim Versorger ankommt, bis die Preis­erhöhung in Kraft tritt. Doch kaum jemand kann auf die Schnelle klären, ob diese Regel für ihn bereits gilt. Finanztest empfiehlt Sonder­vertrags­kunden deshalb, nach einer Preis­erhöhung so schnell wie möglich zu kündigen. Und so geht es:

  • Schreiben Sie einen Brief: „Ich kündige den Vertrag mit Ihnen zu dem Zeit­punkt, an dem die angekündigte Preis­erhöhung in Kraft treten soll.“
  • Nennen Sie im Schreiben nicht nur Name und Adresse, sondern auch Ihre Zähler- und Kunden­nummer. Alle Daten finden Sie auf den Rechnungen des Versorgers. Machen Sie eine Kopie der Kündigung.
  • Schi­cken Sie den Brief als Einschreiben mit Rück­schein oder stecken Sie ihn in den Brief­kasten des Unter­nehmens, wenn es vor Ort ein Büro hat. Nehmen Sie einen Zeugen mit.
  • Weisen Sie Ihren neuen Versorger darauf hin, dass Sie selbst gekündigt haben. Legen Sie am besten eine Kopie des Kündigungs­schreibens bei.
  • Kontrollieren Sie vor dem Abschi­cken alle wichtigen Daten, wie etwa die Nummer des Stromzäh­lers. Sollten sich Tipp­fehler oder Zahlendreher einschleichen, kann der Wechsel scheitern.

Keine Angst vor dem Wechsel. Sollte es tatsäch­lich zu Problemen beim Wechsel kommen, müssen Sie nicht fürchten, im Dunkeln zu sitzen. Ihr regionaler Versorger ist verpflichtet, Ihnen Strom zu liefern. Sie kämen dann in die Grund­versorgung.

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