Strommarkt Meldung

Monopole verhindern billigeren Strom.

„Die Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland ist gescheitert.“ Diese Bilanz zieht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fünf Jahre nach der Öffnung des Strommarkts für neue Anbieter. Nur 4 Prozent der Privatkunden haben seit 1998 den Anbieter gewechselt. Viele neu gegründete Unternehmen sind schon wieder pleite.

Der vzbv kritisiert vor allem überhöhte Nutzungsentgelte, die die Stromnetzbetreiber als Monopolisten ihren Konkurrenten in Rechnung stellen. Dadurch sei es für neue Wettbewerber kaum möglich, Strom zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten. Das geht zulasten der Verbraucher. Sie müssen für Strom mehr zahlen als nötig.

Wegen überhöhter Nutzungsentgelte hat das Bundeskartellamt jetzt erstmals eine Missbrauchsverfügung gegen einen Netzbetreiber erlassen. Die Eon-Tochter Thüringer Energie AG muss jetzt die Gebühren senken.

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