Strommarkt Meldung

Vor fast vier Jahren gingen die ersten neuen Stromanbieter bundesweit auf Kundenfang. Viele haben seitdem Insolvenz angemeldet. Jüngste Beispiele: Ares und Riva. Sie hatten rund 250 000 Kunden. Andere bieten nicht mehr bundesweit an – oder führen regional variable Preise ein, wie Yellostrom im Februar.

Den Markt dominieren Eon, RWE, EnBW und die schwedische Vattenfallgruppe (mit Bewag, HEW und Veag). Die Stromriesen sind oft auch an Stadtwerken beteiligt. Kaum Wettbewerb, die Preise steigen: Zum Jahreswechsel wurde Strom vielerorts wieder teurer, oft begründet mit der Ökosteuer. Einige schlugen aber mehr auf als die Steuer verlangt.

Den Hauptgrund für das Sterben des Marktes sehen Verbraucherschützer in der fehlenden Regulierung. Die Stromnetze blieben in der Hand der alten Versorger. Sie können festlegen, was andere dafür zahlen müssen, Strom durch die Netze zu leiten. Die Gebühren sind oft hoch. Die Zeche zahlt der Verbraucher. Schlimm: Die jüngste Übernahme der Ruhrgas durch Eon lässt erwarten, dass die Preise für Strom und Gas weiter steigen.

Tipps: Zwar gibt es immer weniger Alternativen, aber manchmal lässt sich durch einen Wechsel Geld sparen. Außerdem können Sie sich für Ökostrom entscheiden. Im Fall einer Pleite: Widerrufen Sie die Einzugsermächtigung, stellen Sie Zahlungen ein. Lesen Sie den Stromzähler ab. Der ansässige Netzbetreiber muss Sie zu seinen Tarifen versorgen. In Streitfällen helfen Verbraucherzentralen.

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