Sparen ohne Stress: Bequeme Kunden und Onlinemuffel

Bequeme Kunden kommen jetzt endlich auch bequem an güns­tige Tarife. Denn die zwei Vergleichs­rechner Check24 und Verivox haben für sie eine spezielle Tarif­suche mit eigener Internet­adresse einge­richtet (Unser Rat). Dort sind die Tarif­empfehlungen der Stiftung Warentest für bequeme Kunden bereits voreinge­stellt. Früher mussten sie die Suchmaske erst nach ihren Wünschen verändern.

Auf diese Vertrags­bedingungen sollten Sie achten

  • Möglichst umfassende Preis­garantie. Wir empfehlen bequemen Kunden eine Preis­garantie über zwölf Monate, die sich auf möglichst viele Preis­bestand­teile des Strom­preises bezieht. Gut ist, wenn nicht nur die Höhe des Strom­einkaufs­preises und der Vertriebs­kosten garan­tiert wird, denn diese umfassen nur rund 20 Prozent des Strom­preises. Mindestens die Netz­entgelte sollten auch Bestand­teil der Preis­garantie sein.
  • Möglichst kurze Kündigungs­frist. Wir empfehlen sechs Wochen. Der Vertrag sollte sich außerdem nach der Erst­vertrags­lauf­zeit nicht auto­matisch um ein weiteres Jahr verlängern. Besser ist eine Anschluss­lauf­zeit von höchs­tens einem Monat. Sollte der bequeme Kunde eine Preis­erhöhung verpassen oder sich anderweitig über seinen Versorger ärgern, kommt er so schnell aus dem Vertrag.

Online­tarife ohne Bonus am güns­tigsten

Einen Sofortbonus oder Neukundenbonus haben diese Tarife selten. Wir haben in einem Zeitraum von fünf Monaten an fünf Terminen geprüft, welche Tarife für bequeme Kunden am güns­tigesten waren. Es waren immer Tarife ohne Bonus und immer Online­tarife. Der Kunde schließt den Vertrag über das Internet ab und erhält Informationen über Preis­erhöhungen und Abrechnungen meist per E-Mail. Bei einigen Versorgern muss er ein pass­wort­geschütztes Kunden­konto anlegen, in dem er Zählerstände eingeben oder Bank­daten ändern kann.

Fünf Tarife in fünf Städten untersucht

Wir wollten wissen, ob die Vergleichs­rechner Check24 und Verivox bei der neuen Suche für die bequemen Kunden tatsäch­lich Tarife anzeigen, die die Kriterien der Stiftung Warentest erfüllen. Dafür haben wir uns am 30. September die fünf erst­platzierten Tarife in Berlin, Dresden, Köln, München und Stutt­gart für einen Muster­haushalt mit einem Jahres­verbrauch von 3 500 Kilowatt­stunden angesehen.

Manche Tarife werden exklusiv über ein Portal verkauft

Das Ergebnis: Alle Preise und Bedingungen waren korrekt. Dreimal fanden wir jedoch Tarife, die zwar beim Vergleichs­portal gelistet sind, nicht aber auf der Internetseite des Anbieters. Der Grund: Sie werden exklusiv über ein Portal verkauft. Kunden sollten deswegen beim Vertrags­abschluss über die Internetseite des Anbieters noch einmal genau die Tarif­namen mit denen in der Ergeb­nisliste vergleichen.

Nach Kunden­zufriedenheit filtern

Vor Vertrags­abschluss sollten bequeme Kunden nach­lesen, welche Erfahrungen andere gemacht haben, die bereits über das Portal zu dem Unternehmen gewechselt sind und ob sie zufrieden waren. Dazu klicken sie einfach auf die Stern­chen. Bei Check24 kann der Bequeme nicht nur sehen, wie Kunden den Wechsel­prozess bewerten, sondern auch wie zufrieden sie nach einem Jahr waren, als die Rechnung ins Haus kam. Bei einigen Anbietern wie der BEV, der Bayerischen Energieversorgungs­gesell­schaft, sinkt die Kunden­zufriedenheit nach einem Jahr deutlich. Während kurz nach dem Wechsel nur rund 13 Prozent der Kunden den Anbieter schlecht bewertet haben, waren es nach einem Jahr 25 Prozent. Check24 hat die Kunden zwei Mal befragt, ob sie ihren neuen Anbieter weiter­empfehlen würden. Nach dieser „Weiter­empfehlungs­quote“ lassen sich die Tarife filtern.

So sparen Onlinemuffel

Kunden, die nicht per Mail mit ihrem Versorger kommunizieren möchten, sondern Wert darauf legen, Abrechnung und Informationen zu Preis­erhöhungen auf dem Postweg zu erhalten, kommen mit unserer Tabelle weiter. Für sie haben wir an fünf Terminen in fünf Monaten Tarife in zehn Städten erhoben. Wir sind wieder von unserem Drei-Personen-Durch­schnitts­haushalt mit einem Jahres­verbrauch von 3 500 Kilowatt­stunden ausgegangen. Die Tarife in der Tabelle von Maingau, Montana, den Stadt­werken Flens­burg und Team Energie waren in allen zehn Städten am häufigsten unter den besten fünf. Onlinemuffel können die aktuellen Preise dieser Anbieter für ihre Post­leitzahl und ihren Jahres­strom­verbrauch telefo­nisch erfragen. Sie können so prüfen, ob und wie viel Geld sie sparen können. Sicher ist: Diese Versorger werden den Kunden die Formulare zum Wechseln per Post schi­cken.

Unser Rat

Bequeme. Nutzen Sie die Suche von Check24 (check24.de/strom/stiftung-warentest) und Verivox im Internet (verivox.de/stromvergleich/stiftung-warentest). Beide bieten eine Suche mit den von uns empfohlenen Tarifkriterien für bequeme Kunden an. Die Portale haben die Kriterien eigen­ständig über­nommen. Es besteht keine Koope­ration.

Onlinemuffel. Rufen Sie die in der Tabelle aufgelisteten Versorger an und fragen Sie nach den Preisen für Ihre Post­leitzahl. Vergleichen Sie diese mit Ihrem aktuellen Preis. Den Jahres­strom­verbrauch finden Sie in Ihrer Strom­rechnung. Fragen Sie auch bei Ihrem derzeitigen Versorger nach einem güns­tigeren Angebot.

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