Stromkennzeichnung Meldung

Woher kommt der Strom und wie belastet seine Produktion die Umwelt? Antworten auf der Rechnung.

Ab 15. Dezember müssen die Stromversorger auf Rechnungen und Werbesendungen angeben, wie der Strom produziert und die Umwelt dadurch belastet wird. Das schreibt das Energiewirtschaftsgesetz vor. Aufge­führt werden muss der Anteil von Atomkraft, fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas und erneuerbaren Energien. Die Rechnung muss auch die Menge des Atommülls und den Ausstoß von Kohlendioxid ausweisen. Um die Mengen besser einschätzen zu können, werden daneben die Durchschnittswerte aus Deutschland aufgeführt.

Umweltorganisationen begrüßen die Information, sehen aber auch einige Mängel: So müssen die erneuerbaren Energieträger nur als Gesamtmenge angegeben und nicht genauer aufgeschlüsselt werden, zum Beispiel auf Wind- oder Solarenergie oder auf die umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung.

Wie die Stromversorger den Strommix angeben – als Diagramm oder Text – ist bisher nicht vorgegeben. Zu Redaktionsschluss arbeiteten viele noch an der Gestaltung. Vorreiter ist Greenpeace energy: Schon seit 2004 liefert der Ökostromanbieter einen Herkunftsnachweis mit den geforderten Infos auf Rechnungen, Broschüren und im Internet.

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